Flüchtlingsminister würdigt Arbeit der Erstaufnahme im Kreis Unna

Flüchtlingsminister Dr. Joachim Stamp (l.) ließ sich von Landrat Michael Makiolla und Sachgebietsleiter Frank Hoose (r.) die Arbeit in der Erstaufnahmeeinrichtung erläutern. (Foto: Sengül Ersan - Kreis Unna)

Flücht­lings­mi­ni­ster Dr. Joa­chim Stamp (l.) ließ sich von Landrat Michael Makiolla und Sach­ge­biets­leiter Frank Hoose (r.) die Arbeit in der Erst­auf­nah­me­ein­rich­tung erläu­tern. (Foto: Sengül Ersan – Kreis Unna)

Sie kommen aus anderen Län­dern und sollen hier schnell inte­griert werden oder mög­lichst zeitnah in ihr Her­kunfts­land zurück­kehren. Damit beides gelingt, braucht es die rich­tigen Rah­men­be­din­gungen. Und die will das Land opti­mieren.

Das unter­strich Dr. Joa­chim Stamp, stell­ver­tre­tender Mini­ster­prä­si­dent und Mini­ster für Kinder, Familie, Flücht­linge und Inte­gra­tion, bei einem erneuten Besuch im Kreis Unna. Die ent­spre­chenden Signale hatte Stamp bereits Ende Sep­tember 2017 bei dem vom Kreis ver­an­stal­teten Fachtag Flucht gesendet.

Aufnahmeprozess soll optimiert werden

Wir wollen den Auf­nah­me­pro­zess von Flücht­lingen weiter opti­mieren und so die Kom­munen ent­la­sten“, so der Lan­des­mi­ni­ster. Gleich­zeitig müsse der Rück­füh­rungs­pro­zess besser gesteuert werden. „Ziel ist es, Asyl­ver­fahren massiv zu beschleu­nigen und schon in den Lan­des­ein­rich­tungen abzu­schließen, damit den Kom­munen künftig wei­test­ge­hend nur aner­kannte Flücht­linge zuge­wiesen werden.“

Ein erster wich­tiger Schritt zur Unter­stüt­zung der kom­mu­nalen Aus­län­der­be­hörden sei mit den lan­des­fi­nan­zierten Zen­tralen Aus­län­der­be­hörden (ZAB) gemacht worden. Eine davon wird seit ein paar Monaten vom Kreis Unna im Auf­trag des Landes an der Zechen­straße in Unna-Königs­born betrieben. Die beiden anderen befinden sich in Bie­le­feld und in Köln: „Künftig sollen in allen fünf Regie­rungs­be­zirken Zen­trale Aus­län­der­be­hörden ein­ge­richtet werden“, unter­strich Mini­ster Stamp.

Landrat wünscht sich noch engere Zusammenarbeit

Ein kon­kretes Bild von der vom Kreis für das Land gelei­steten Arbeit machte sich Stamp in der Erst­auf­nah­me­ein­rich­tung für Flücht­linge in Unna-Massen, die der Kreis seit 2015 betreibt.

Hier äußerte Landrat Michael Makiolla dann auch die Hoff­nung nach einer noch engeren Zusam­men­ar­beit zwi­schen den Behörden. Erst­auf­nahme (Land), Asyl­ver­fahren (Bun­desamt für Migra­tion und Flücht­linge) und Aus­län­der­be­hörde (Kreis/​Land) sollten in Unna-Massen gebün­delt werden. „Das spart Wege und Zeit“, so Landrat Makiolla. Lan­des­mi­ni­ster Dr. Joa­chim Stamp sieht das im Grund­satz ähn­lich: „Wir sind auf dem Weg.“ (PK|PKU)

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