FDP will Fällverbot für private Bäume abschaffen

Lumia (1) Umweltausschuss

Der Umwelt­aus­schuss bei einem Orts­termin zum Thema Baum­schutz. (Foto: Peter Gräber)

Die FDP will das Fäll­verbot für Bäume auf pri­vaten Grund­stücken abschaffen und hat eine grund­le­gende Modi­fi­zie­rung der Baum­schutz­sat­zung aus dem Jahr 1995 bean­tragt. Geht es nach dem Willen der Libe­ralen sollen pri­vate Grund­ei­gen­tümer künftig Bäume auf ihrem Grund­stück auch ohne schrift­li­chen Antrag und Geneh­mi­gung fällen dürfen. auf den schrift­li­chen Antrag auf Befreiung vom Fäll­verbot ver­zichten.

Viel­mehr soll es aus­rei­chend sein, dem zustän­digen Fach­be­reich eine Fäll­an­zeige zu unter­breiten. Die Gemeinde legt dann den Bedarf einer not­wen­digen Ersatz­pflan­zung nach den schon exi­stie­renden Richt­li­nien fest. Grund­ei­gen­tümer sollten ihrer Fäll­an­zeige einen Lage­plan bei­fügen, aus dem die zu fäl­lenden Bäume auf dem Grund­stück mit Angabe des Stand­ortes, Art sowie Stamm­um­fang und Kro­nen­druch­messer ein­zu­tragen sind. Mit ihrer Fäll­an­zeige ver­pflichten sich Grund­ei­gen­tümer zugleich für die not­wen­dige Ersatz­pflan­zung zu sorgen.

FDP hält öffentlichen Baumbestand für ausreichend

Mit ihrem Antrag möchte die FDP-Frak­tion den Bür­gern in Holzwickede die Mög­lich­keit geben, wieder selbst­ständig über die Bepflan­zung ihrer Gärten ent­scheiden zu dürfen. „Städte wie Frön­den­berg, aber auch andere Kom­munen, ver­fügen schon seit Jahren nicht mehr über eine Sat­zung, mit der der pri­vate Baum­be­stand regle­men­tiert wird“, erläu­tert FDP-Frak­ti­ons­chef Jochen Hake. „Auch die Stadt Unna hat im Jahr 2014 die Sat­zung zum Schutz der Bäume im pri­vaten Bereich abge­schafft.“

Nach Ansicht der FDP müssen pri­vate Bäume nicht mehr geschützt werden, weil die Gemeinde Holzwickede und der Kreis Unna mit dem Schutz der öffent­li­chen Bäume einen großen Teil dazu bei­tragen, dass weder Alleen noch das Gemein­de­bild prä­gende Baum­be­stände an Wegen, Plätzen und Grün­flä­chen in ihrem Bestand gefährdet werden.

Der Antrag der FDP soll im näch­sten Umwelt­aus­schuss beraten werden.

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