FDP-Kritik an Grünen: Nein zu vorgeschlagener Verkehrsentlastung voreilig

Um die Verkehrsentlastung im Quartier nach Besiedlung des Wohnparks Emscherquelle ist ein Streit zwischen den Gegnern des Neubaugebietes entbrannt: die Sölder Straße in Höhe der ehemaligen Emscherkaserne. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)

Um die Ver­kehrs­ent­la­stung im Quar­tier nach Besied­lung des Wohn­parks Emscher­quel­le ist ein Streit zwi­schen den Geg­nern des Neu­bau­ge­bie­tes ent­brannt: die Söl­der Stra­ße in Höhe der ehe­ma­li­gen Emscher­ka­ser­ne. (Foto: P. Grä­ber — Emscherblog.de)

FDP und Grü­ne, die bei­de das Neu­bau­ge­biet Wohn­park Emscher­quel­le ableh­nen, strei­ten um die mög­li­che Ver­kehrs­ent­la­stung des Quar­tiers: Die Libe­ra­len reagie­ren ver­schnupft dar­auf, dass Grü­nen zwei von drei ihrer jüng­sten Vor­schlä­ge zur Ver­kehrs­ent­la­stung bereits öffent­lich abge­lehnt haben ohne sich vor­her mit den Details aus­ein­an­der­ge­setzt zu haben.

Ziel­füh­ren­der wäre es sicher­lich gewe­sen, sich erst ein­mal vor­ab mit den Ein­zel­hei­ten zu beschäf­ti­gen, ins­be­son­de­re mit dem aus­for­mu­lier­ten Antrag unse­rer Frak­ti­on, der den Grü­nen zum Zeit­punkt ihrer Stel­lung­nah­me wort­ge­nau gar nicht vor­ge­le­gen haben dürf­te“, meint FDP-Frak­ti­ons­chef Jochen Hake. „Immer­hin sind die Grü­nen erklär­te Geg­ner der Wohn­be­bau­ung an der Emscher­quel­le.“

Die Libe­ra­len hät­ten sich gewünscht, dass die Frak­tio­nen der Grü­nen selbst mit dis­kus­si­ons­wür­di­gen Vor­schlä­gen nach außen tritt, um den Bür­gern hel­fen zu wol­len.  „Kon­kre­te Vor­schlä­ge der Grü­nen hier­zu sind uns bis­lang nicht bekannt gewor­den“, stellt Jochen Hake fest.

Vorschläge der Grünen Fehlanzeige

Um die Dis­kus­si­on zu ver­sach­li­chen weist der FDP-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de dar­auf hin: „Schon jetzt ver­keh­ren auch Land­wir­te mit gro­ßem land­wirt­schaft­li­chem Gerät durch die Bahn­un­ter­füh­rung Schä­fer­kamp­stra­ße. In Ver­bin­dung mit der von uns im Antrag erwähn­ten Beam­pe­lung (Wech­sel­ver­kehr) und einer ein­fa­chen Aus­bau­maß­nah­me der Stra­ße ist eine Nut­zung der Schä­fer­kamp­stra­ße in Rich­tung Chaus­see für den Lkw-Ver­kehr sicher­lich denk­bar und kei­nes­falls ent­ge­gen der Auf­fas­sung der Grü­nen ‚unmög­lich’.“

Fer­ner erin­nert Hake dar­an, dass durch alle Frak­tio­nen im Haus­halt 2018 Mit­tel für die Über­pla­nung einer west­li­chen Ent­la­stung beschlos­sen wor­den sind — auch mit den Stim­men der Grü­nen.

Keine Option ungeprüft lassen

Was die Nut­zung des Lün­scher­manns­we­ges angeht, ver­lau­fe die­ser in einem aus­ge­wie­se­nen Bebau­ungs­plan­be­reich, der auf­grund eines alten Rats­be­schlus­ses bis­lang einer Bebau­ung aber  rich­ti­ger­wei­se nicht zuge­führt wird. „Es ist öko­lo­gisch frag­wür­dig, den Mehr­ver­kehr sich stau­end und an Ein­mün­dun­gen war­tend durch die Söl­der Stra­ße und dor­ti­ge Anlie­ger­stra­ssen durch vor­han­de­ne Wohn­be­bau­ung zu ‚schleu­sen’, wenn sich ein­fa­che­re und die Alt­bür­ger weni­ger bela­sten­de Alter­na­ti­ven, even­tu­ell auch im Ein­bahn­ver­kehr, anbie­ten“, glaubt Jochen Hake.

Die FDP-Frak­ti­on steht auf dem Stand­punkt, dass ange­sichts der erheb­li­chen zu befürch­ten­den ver­kehr­li­chen Mehr­be­la­stun­gen auch ‚quer’ gedacht wer­den darf und muss, um kei­ne Opti­on unge­prüft zu las­sen. Hier kur­zer­hand und über­eilt Zurück­wei­sun­gen aus­zu­spre­chen, wird der Bedeu­tung des The­mas kei­nes­falls gerecht“, so der FDP-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de abschlie­ßend.

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Dipl.-Journalist

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