Faszination des Südens: Neujahr-Ausstellung klingt mit musikalischer Begleitung aus

Ulrich Neujahr: Tatjana Magid-Riester, 1928, Öl auf Leinwand, Sammlung Brabant

Ulrich Neu­jahr: Tat­jana Magid-Rie­ster, 1928, Öl auf Lein­wand, Samm­lung Bra­bant. (Foto: Kreis Unna)

(PK) Berei­chert durch ein musi­ka­li­sches Rah­men­pro­gramm ver­ab­schiedet sich am Sonntag, 3. April, die vom Kreis Unna auf Haus Opher­dicke prä­sen­tierte Aus­stel­lung „Die Fas­zi­na­tion des Südens“ mit Werken von Ulrich Neu­jahr.

Nach den öffent­li­chen Füh­rungen um 11.30 und 14.30 Uhr begleitet der aus Unna stam­mende Saxo­pho­nist Jörg Budde die Besu­cher durch die Aus­stel­lungs­räume. Auch einige Leih­geber, dar­unter die Tochter des Künst­lers, Cecilia Neu­jahr-Schoemann, reisen zum letzten Aus­stel­lungstag an und stehen für Fragen zur Ver­fü­gung.

Mehr als 90 Kunst­werke des sei­ner­zeit in Berlin und auf Ischia lebenden Malers und Gra­fi­kers Ulrich Neu­jahr (1898−1977) sind in der Aus­stel­lung zu sehen. Ein­zel­ar­beiten wie das Por­trät von Tat­jana Magid-Rie­ster (1928), das sich im Fundus der Samm­lung Bra­bant befindet, waren bereits mehr­fach als Leih­gaben auf Schloss Cap­pen­berg und Haus Opher­dicke ver­treten.

Die Viel­falt im Schaffen dieses beson­deren Künst­lers eröffnet ein breites Spek­trum the­ma­ti­scher Aus­stel­lungs­kon­zepte“, so Thomas Heng­sten­berg, der Aus­stel­lungs­ma­cher des Kreises.

Budde

Der Unnaer Saxo­pho­nist Jörg Budde sorgt für den musi­ka­li­schen Rahmen am letzten Aus­stel­lungstag. (Foto: Kreis Unna)

Schon früh erregten die Arbeiten Ulrich Neu­jahrs öffent­liche Auf­merk­sam­keit. So war der Künstler mit drei Werken an der „Jury­freien Aus­stel­lung“ des Jahres 1924 betei­ligt und konnte sich im „Inter­na­tio­nalen Club Berlin“ prä­sen­tieren. Der Beruf als Kunst­er­zieher in Berlin ermög­lichte Neu­jahr die Finan­zie­rung zahl­rei­cher Reisen, die ihn u. a. an die Mit­tel­meer­küste Frank­reichs und Ita­liens führten. Auf Ischia fand der Künstler schließ­lich seine zweite Heimat.

Mehr als 40 Jahre lang bereiste er die vor Neapel auf­ra­gende Insel und rich­tete sich in dem Fischer­dorf Sant‘Angelo ein eigenes Ate­lier mit Blick aufs Meer ein. Es ent­stand eine Viel­zahl von Bil­dern, die in medi­ter­ranen Sujets die Fas­zi­na­tion Neu­jahrs von dem Licht, der Wärme und den Farben des Südens spie­geln.

Die Motiv­welt des Künst­lers reicht hierbei von der idyl­li­schen Natur über die Stadt­land­schaft bis zu den ein­fa­chen Men­schen vor Ort, ins­be­son­dere den Fischern in ihren Booten oder den Maul­tier­trei­bern. Ein­fühl­same Por­träts, mit cha­rak­te­ri­sti­schen Ele­menten der Insel­ar­chi­tektur im Hin­ter­grund, runden die Prä­sen­ta­tion ab.

  • Termin: Sonntag, 3. April, 11.30 bis 14.30 Uhr, Haus Opher­dicke, Dorfstr. 29
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