Fachausschuss lehnt Erhöhung der Elternbeiträge für Ganztagsbetreuung ab

Der Fachausschuss lehnte eine Erhöhung der Elternbeiträge für die Offene Ganztagsbetreuung an den Grundschulen ab. (Foto: K. Dittrich - Emscherblog.de)
Der Fachausschuss lehnte eine Erhöhung der Elternbeiträge für die Offene Ganztagsbetreuung an den Grundschulen ab. (Foto: K. Dittrich – Emscherblog.de)

Der Ausschuss für Schule, Sport, Kultur und Städtepartnerschaften hat sich in seiner Sitzung am Mittwochabend gegen eine Erhöhung der Elternbeiträge für die Offene Ganztagsbetreuung an den Grundschulen ausgesprochen.

Die Verwaltung hatte nach fünf Jahren „eine moderate Erhöhung“ der Elternbeiträge um drei Prozent vorgeschlagen. Dem wollten die Fraktionen jedoch nicht zustimmen. Einstimmig sprach sich der Ausschuss jedoch für eine Änderung der Satzung zur Erhebung der Beiträge aus:  Danach sind eingetragene Lebensgemeinschaften künftig ehelichen Gemeinschaften gleichgestellt. Ausdrücklich nicht betroffen davon sind aber außereheliche Lebensgemeinschaften, wie Holzwickedes Beigeordneter Bernd Kasischke klarstellte. Zum Hintergrund: Die Gemeinde kann die Elternbeiträge für die offene Ganztagsbetreuung weitgehend frei gestalten. Aktuell beträgt der Eigenanteil der Gemeinde an den Kosten für OGS rund 182 00 Euro/Jahr.  

Die wissenschaftliche Aufarbeitung der NS-Geschichte in Holzwickede durch eine wissenschaftliche Mitarbeiterin der Uni Bochum war ebenfalls Thema der Sitzung. Aufgrund eines Unfalls konnte sich die Mitarbeiterin nicht wie geplant persönlich im Ausschuss vorstellen. Wie Gemeindearchivarin Silke Becker mitteilte, fällt die Mitarbeiterin für ca. acht Wochen aus. Sie hat sich allerdings vor ihrem Unfall schon intensiv in die Materie eingearbeitet, verschiedene Archive besucht und auch zur VHS-Gruppe Spurensuche Kontakt aufgenommen. Becker zeigte sich zuversichtlich, dass sie ihre Arbeit nach der Genesung wie geplant innerhalb eines halben Jahres erfolgreich abschließen kann. Der Ausschuss empfahl deshalb, ihren Zeitvertrag um acht Monate zu verlängern.

Verein „Vorhang auf, Holzwickede“ wird gefördert

Im weiteren Verlauf der Sitzung beschloss der Ausschuss auf Antrag des neugegründete Vereins „Vorhang auf, Holzwickede“ diesen künftig nach den Richtlinien der kulturellen Vereine in Holzwickede zu fördern. Wie Tobias Grimm als Sprecher des Vereins erklärte, wurde der Verein im April gegründet. Vereinsziel sei es, langfristig in Holzwickede Theater- und Musicalproduktionen aufzuführen und so die kulturelle Landschaft in Holzwickede zu bereichern. Aktuell hat der Verein 80 bis 100 Mitglieder. Der Verein besteht aus Laien, die zum einen auf der Bühne in den Bereichen Darstellung, Gesang, Tanz und Musik und zum anderen hinter der Bühne in den Aufgabengebieten Bühnenbau, Maske, Requisite, Kostüme und Bühnentechnik tätig sind. Die Proben für das erste Musical „Natürlich blond“ beginnen im September 2018 und werden von der künstlerischen Leitung durchgeführt. Es sind für Juni 2019 mehrere Aufführungen in der Rausinger Halle geplant.

Auf Antrag der SPD beschloss der Ausschuss einstimmig auch dem Kleingartenverein Am Oelpfad einen Zuschuss in Höhe von 500 Euro zu gewähren. Die TÜV-Gebühren für die Sicherheitsüberprüfung des Spielplatzes auf dem Vereinsgelände in Höhe von 180 Euro wird die Gemeinde ebenfalls übernehmen, da es sich um einen öffentlich zugänglichen und auch  Spielplatz handelt.  

Vereine auf Weihnachtsmarkt gebührenbefreit

Gemeinnützige Vereine, Schulen und Kindergärten zahlen künftig keine Gebphren mehr für ihre Beteiligung am Weihnachtsmarkt. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)
Gemeinnützige Vereine, Schulen und Kindergärten zahlen künftig keine Gebühren mehr für ihre Beteiligung am Weihnachtsmarkt: hier der Förderverein der Dudenrothschule. (Foto: P. Gräber – Emscherblog)

Schließlich stimmte der Ausschuss auch einer Gebührenbefreiung für gemeinnützige Vereine, Schulen und Kindertageseinrichtungen auf dem Holzwickeder Weihnachtsmarkt zu.  Kosten für zusätzliche Leistungen, etwa für den Aufbau durch den Baubetriebshof, fallen weiterhin an, so die Verwaltung.

Schließlich informierte der Beigeordnete Bernd Kasischke darüber, dass die Streetfood-Märkte möglicherweise einige Änderungen erfahren werden im kommenden Jahr. Nach der Übernahme der Organisation durch die Kulturbeauftragte Kristina Cikes wurden einige Neuerungen eingeführt: Es sei mit „gut gestalteten Werbeplakaten“  und ausführlichen  Pressemitteilungen auf die Veranstaltungen aufmerksam gemacht worden. Außerdem seien „rollierende Newcomer“  und auch „lokale Künstler“ eingeladen worden. So genannte Walking Acts, Musiker, die sich mitten im Publikum bewegen, seien leider schwer zu finden, so Bernd Kasischke. „Auch das Kulturbüro Gütersloh konnte uns da nicht weiterhelfen. Wir werden uns nun mit allen Beteiligten in Ruhe zusammensetzen und ein Resümee für nächstes Jahr ziehen.  Wir wollen mit verschiedenen Sponsoren reden und auch versuchen, UNIQ im Eco Port wieder zu aktivieren.“

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Dipl.-Journalist

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