Fachausschuss drängt auf zeitnahe Umgestaltung des Festplatzes

Dieser Bereich des Platzes von Louviers soll möglich zeitnah entsiegelt und naturnah umgestaltet werden, beschloss der Planungs- und Bauausschuss. (Foto: P. Gräber - Emscherblog)
Dieser Bereich des Platzes von Lou­viers soll mög­lich zeitnah ent­sie­gelt und naturnah umge­staltet werden, beschloss der Pla­nungs- und Bau­aus­schuss mit großer Mehr­heit. (Foto: P. Gräber – Emscher­blog)

Die ehe­ma­lige Roll­schuh­fläche auf dem Platz von Lou­viers und der benach­barte Über­gangs­be­reich zum Emscher­park werden ent­sie­gelt und naturnah umge­staltet. Die Pla­nung dazu soll mög­lichst zeitnah mit dem Bau der neuen Kin­der­ta­ges­stätte umge­setzt werden. Darauf ver­stän­digte sich der Pla­nungs- und Bau­aus­schuss am Dienstag (5.2.) bei nur drei Gegen­stimmen.

Den Antrag auf Ent­sie­ge­lung der Roll­schuh­fläche hatten die Grünen gestellt. Sie begrün­deten ihren Antrag mit einer Flä­chen­kom­pen­sa­tion für den Bau Kin­der­ta­ges­stätte auf der Grün­fläche im Park, einer erheb­li­chen öko­lo­gi­schen Auf­wer­tung des gesamten Bereichs und Vor­teilen bei der Ent­wäs­se­rung der Kita. Auf­ge­nommen sollte die Maß­nahme in das ISEK-Pro­gramm, da aus diesem Pro­gramm ohnehin Umge­stal­tungs­maß­nahmen in diesem Bereich vor­ge­sehen waren.

Ähn­lich argu­men­tierte auch die SPD, die bereits mit ihrem aller­er­sten Antrag zu Errich­tung der Kita im Park die teil­weise Ent­sie­ge­lung des Fest­platzes bean­tragt hatte.

Wohnumfeldverbesserung ist verabredet

Blick auf das Baufeld der Kindertagesstätte im Emscherpark. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.)
Blick auf das Bau­feld der Kin­der­ta­ges­stätte im Emscher­park. (Foto: P. Gräber – Emscher­blog.)

Ganz unab­hängig von der Stand­ort­suche für die Kita hatten alle die Frak­tionen bei einem Orts­termin mit dem Aus­schuss signa­li­siert, den unschönen Platz zwi­schen dem Emscher­park und dem Platz von Lou­viers, über den der Fußweg zur Opher­dicker Straße führt, ver­schö­nern zu wollen.

Auf Vor­schlag der Ver­wal­tung sollte ein Beschluss­vor­schlag zur Auf­wer­tung dieses Bereichs jedoch zunächst zurück­ge­stellt werden. Die Begrün­dung: Im ISEK-Pro­gramm sei eine Maß­nahme „Umge­stal­tung des Fest­platzes“ ent­halten. Aus einem För­der­pro­gramm für den Kli­ma­schutz könnten mög­li­cher­weise noch höhere För­der­mittel zu bekommen sein. „Machen wir das jetzt, zahlen wir voll“, so der 1. Bei­geord­nete, Bernd Kasischke.

Das Geld für die Umge­stal­tung ist doch da, unab­hängig von ISEK.

Michael Klim­ziak (SPD)

Das hielt vor allem die SPD nicht für akzep­tabel: „Warum ist jetzt nicht mehr mög­lich, was vor dem Stand­ort­be­schluss für die Kita gehen sollte?“, fragte Michael Klim­ziak nach. „Offenbar müssen ja schon mal ISEK-Mittel bean­tragt worden sein, denn das Hoch­beet sollte ja damit auf dem Fest­platz besei­tigt werden.“ Auch im inter­frak­tio­nellen Abstim­mungs­ge­spräch nach den Klau­sur­be­ra­tungen sei ver­ein­bart worden, das zeit­gleich zum Kita-Neubau eine Wohn­um­feld­ver­bes­se­rung erfolgen muss.“

Geld aus Grundstücksverkauf nutzen

Der SPD-Spre­cher ging sogar noch weiter: Das Geld für die Umge­stal­tung sei auch ohne För­der­mittel vor­handen. „Das Geld für die Umge­stal­tung ist doch da, unab­hängig von ISEK. Schließ­lich nimmt die Gemeinde über 400.000 Euro aus dem Ver­kauf des Grund­stücks für die Kita ein. Dieses Geld ist gar nicht im Haus­halt vor­ge­sehen und wir können es für die Umge­stal­tung ver­wenden.“

Zwar merkte Aus­schuss­vor­sit­zender Wil­fried Brink­mann: „Wenn wir die Kita auf dem Fest­platz gebaut hätten, bräuchten wir gar keine Ent­sie­ge­lung.“ Auch der CDU-Spre­cher Win­fried Hardung erin­nerte dran, dass seine Frak­tion bei der Stand­ort­suche für die Kita eine andere Posi­tion gehabt habe. „Aber die Über­pla­nung des Fest­platzes und Über­gangs­be­reichs in den Park war ja mit ISEK-Mit­teln vor­ge­sehen. Darum sollten wir das jetzt angehen.“

Bei nur drei Gegen­stimmen sprach sich der Aus­schuss für die zeit­nahe Umset­zung im näch­sten Jahr aus. Die Pla­nung dazu soll die Ver­wal­tung aus­ar­beiten und schon in der näch­sten Sit­zung vor­legen. 

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