Erwartungen übertroffen: 1. Holzwickeder Streetfoodmarkt feiert glänzende Premiere

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Bereits kurz nach der Eröffnung um 16 Uhr war der Marktplatz gut gefüllt: Der 1. Streetfoodmarkt feierte eine gelungene Premiere. (Foto: Peter Gräber)

Das  kann sich mal eine gelungene Premiere nennen. Holzwickedes erster Streetfoodmarkt hat alle begeistert: Händler, Besucher, Organisatoren und Verantwortliche der Gemeinde. Auf einen solchen Erfolg hatten wohl selbst die Veranstalter nicht zu hoffen gewagt. Am Morgen regnete es noch Bindfäden, am Nachmittag spielte dann sogar das Wetter mit. Der Himmel klarte auf und auch die Sonne ließ sich in den blauen Wolkenfenstern blicken.

Bereits gleich nach der Eröffnung um 16 Uhr füllte sich der Marktplatz zusehends mit Menschen. Gegen 17 Uhr war das Gedränge dann schon fast so groß wie auf dem Weihnachtsmarkt. Tatsächlich ging das Konzept der Organisatoren um den lokalen Wirtschaftsförderer Stefan Thiel auf: Neben den üblichen Marktbesuchern waren auch sehr viele neue Gesichter unter den Marktbesuchern zu sehen – offenbar hatte man die angepeilte Zielgruppe der Berufstätigen und Pendler tatsächlich erreicht. Auch der vom Eco Port zum Markt eingerichtete Shuttleverkehr wurde rege frequentiert.

Die Streetkings sorgten mit flotten Rhythmen für musikalische Unterhaltung. (Foto: Peter Gräber)

Die Streetkings sorgten mit flotten Rhythmen für musikalische Unterhaltung. (Foto: Peter Gräber)

Die Veranstalter, Markthändler und Gastronome hatten sich mächtig ins Zeug gelegt für die Veranstaltung: Wochenmarkthändler wie Gemüse Ullrich und der Kartoffelbauer Redix protzten mit extra prallen Warenauslagen. Und sogar Händler, die auf dem normalen Wochenmarkt schon seit Jahren schmerzlich vermisst werden, waren plötzlich präsent. So staunten nicht wenige Besucher über den Käsehändler mit seinem ausladenden Angebot oder den großen Stand mit Honig- und Senfspezialitäten.

Einige Händler mit Kunstgewerbe beteiligten sich ebenfalls an der Veranstaltung. Ja selbst Gewerbetreibende ganz ohne Stand auf dem Streetfoodmarkt engagierten sich für die Veranstaltung: So druckte die Firma Uniq aus dem Eco Port die Flyer für den Markt, engagiert sich bei der Organisation im Vorfeld und rührte kräftig die Werbetrommel unter den eigenen überwiegend jungen Mitarbeitern für die Veranstaltung.

Jens Reckermann (Vivo) und Martin Hesterberg (Filet-Shop) und einige weitere Gastronomen hatten sich mit ihren Ständen rund um die Biergarten-Bänke in der Platzmitte auf dem Streetfoodmarkt verteilt und boten zeitgemäße Leckereien wie Pulled Pork, Filetsteaks im Brötchen, Mini-Burger, Chicken Curry und vieles mehr an. Für die orientalische Note beim Essen auf dem Markt sorgte der Verein Annur. Auch bei den Getränken gab es neben dem üblichen Angebot Spezialitäten, wie vor Ort von einem Barkeeper stilecht gemixte Cocktails.

Lange Schlangen vor den Marktständen

Bereits nach zwei Stunden waren nur noch zufriedene Gesichter zu sehen. An den Ständen klingelten die Kassen. Vor nahezu jedem Stand hatten sich lange Schlangen gebildet. Auch die wenigen Wochenmarkthändler waren sichtlich zufrieden. „Umsatzmäßig kann ich dazu noch nichts sagen“, meinte zwar Landwirt Hans-Joachim Redix an seinem Kartoffelstand. „Neben ein paar neuen Kunden waren auch einige Stammkunden vom Wochenmarkt hier. Die werden natürlich morgen nicht mehr kommen. Aber das ist auch nicht schlimm. Für mich lohnt es sich auf jeden Fall hier heute dabei zu sein“, meint Redix.

Glücklich,  wenn auch sichtlich geschafft von den Vorbereitungen, zog Stefan Thiel eine erste Bilanz. „Einfach unglaublich, wie viele Menschen heute hierher gefunden habe. Und ich habe den Eindruck, dass auch viele neue Besucher darunter sind, die zum ersten Mal hier einen Markt besuchen. Genau das wollten wir ja erreichen. Wir sind  wirklich sehr zufrieden mit dieser Premiere.“

Bleibt eigentlich nur zu wünschen, dass die folgenden Veranstaltungen sich nicht so schnell abnutzen und ebenso erfolgreich werden. Denn soviel ist klar: Der Streetfoodmarkt ist nicht als Eintagsfliege geplant. Ab nächsten Monat wird die Veranstaltung  jeden 2. Donnerstag eines Monats von 16 bis 22 Uhr stattfinden – zunächst bis zum Herbst.

1. Streetfoodmarkt

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Dipl.-Journalist

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