Erste Helfer geschult: Bei Rettungs-App muss jeder Handgriff sitzen

Wie die Rettungs-App funktioniert, lernen die Ersthelfer bei Schulungen. Foto B. Kalle - Kreis Unna

Wie die Ret­tungs-App funk­tio­niert, ler­nen die Erst­hel­fer bei Schu­lun­gen. (Foto: B. Kal­le — Kreis Unna)

(PK) Erst wur­den sie regi­striert, dann wur­den sie geschult: Die Rede ist von den fach­kun­di­gen Erst­hel­fern, die sich in den letz­ten Wochen bereit erklärt haben, bei Auf­bau und Betrieb eines über eine Smart­pho­ne-App gesteu­er­ten Erst­hel­fer-Net­zes mit­zu­ma­chen.

Bis­lang haben sich rund 250 Erst­hel­fer gemel­det. Erste Hil­fe kön­nen sie natür­lich. Den Umgang mit der Alar­mie­rung per App müs­sen sie aber ler­nen. Denn auch hier gilt: Alle Hand­grif­fe müs­sen sicher sit­zen – und auch die beherr­schen rund 140 Erst­hel­fer nach einer Schu­lung inzwi­schen.

Für das Trai­ning und die Qua­li­fi­zie­rung der poten­zi­el­len Lebens­ret­ter sicher­te sich der Kreis die Unter­stüt­zung des Ver­eins „Mobi­le Ret­ter e.V.“, der die Smart­pho­ne-App bereits anders­wo mit instal­liert hat. Um orga­ni­sa­to­ri­sche Fra­gen küm­mern sich die Bevöl­ke­rungs­schüt­zer beim Kreis selbst.

Auch wenn sich vie­le Hel­fer zur Siche­rung eines flä­chen­decken­den Net­zes schon gefun­den haben, sind wei­te­re herz­lich will­kom­men. Schließ­lich wird nicht jeder poten­zi­el­le Hel­fer auch zum Ein­satz kom­men kön­nen, Reser­ve schafft also Sicher­heit, die Leben ret­ten kann.

Geeig­net für den pass­wort­ge­schütz­ten und aus­drück­lich frei­wil­li­gen Ret­tungs­ein­satz per Smart­pho­ne-App sind Men­schen, die eine beruf­li­che Qua­li­fi­ka­ti­on mit­brin­gen wie z.B. Kran­ken­pfle­ge­kräf­te, Feu­er­wehr­leu­te, Arzt­hel­fer, Ret­tungs­sa­ni­tä­ter, Ret­tungs­schwim­mer, Poli­zi­sten oder Ärz­te. Eine Regi­strie­rung ist z.B. mög­lich unter www.mobile-retter.de.

Nach dem der­zei­ti­gen Zeit­plan soll die Ret­tungs-App nach den Som­mer­fe­ri­en in NRW an den Start gehen.

 

Hin­ter­grund:
Die Idee der ersten Hil­fe per Smart­pho­ne ist denk­bar ein­fach. Es geht um schnel­le Hil­fe von neben­an. Fach­lich kun­di­ge und für den App-Ein­satz noch­mal geschul­te Frei­wil­li­ge in der Nähe könn­ten – so sie denn über einen in der Ret­tungs­leit­stel­le ein­ge­gan­ge­nen Not­ruf Bescheid wüss­ten – die ersten Minu­ten bis zum Ein­tref­fen des Ret­tungs­dien­stes durch Erste Hil­fe wie eine Herz­druck­mas­sa­ge über­brücken. Hin­ter­grund ist die Erkennt­nis, dass gera­de bei einem Kreis­lauf­still­stand jede Sekun­de zählt.

 

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