Erneute Verzögerung: UKBS und Gemeinde streiten um Kaufvertrag für neue Kita

Drei Jahre lang brauchte die Gemeinde, bis end­lich nach langem Hin und Her ein Standort für die drin­gend benö­tigte neue AWO-Kin­der­ta­ges­stätte gefunden war. Doch wer gedacht hat, nun könne der Kita-Neubau zügig ange­gangen werden, sieht sich getäuscht: Denn jetzt streiten die Gemeinde und der Bau­träger um den Preis für das Grund­stück im Park. Schon seit Wochen feilscht die Gemein­de­spitze mit der UKBS. Einigen konnte man sich bisher noch nicht. Ein Kauf­ver­trag für das ursprüng­lich rd. 2.000 qm2 große Grund­stück konnte des­halb noch nicht abge­schlossen werden.

Dass nach drei Jahren bei den Betei­ligten noch unklar ist, was das Bau­grund­stück über­haupt kosten soll, kann nur ver­wun­dern. Auch in der Politik herrscht dar­über offenbar Unklar­heit, wie der nicht­öf­fent­liche Haupt- und Finanz­aus­schuss ver­gan­genen Don­nerstag zeigte, wo das Thema ange­spro­chen wurde. So sind wohl einige in der Politik davon aus­ge­gangen, dass die Gemeinde das Grund­stück als kom­mu­nalen Bei­trag kostenlos bei­steuert – ähn­lich wie sei­ner­zeit bei der Errich­tung des HEV-Kin­der­gar­tens. Wieder andere sind davon aus­ge­gangen, dass die UKBS zumin­dest den Preis­nach­lass erhält, wie er in anderen Kom­munen des Kreises üblich ist. Wie ver­lautet, soll der Ver­wal­tungs­vor­stand aber auf dem Boden­richt­wert­preis von 190 Euro/​qm bestehen.

Bauträger soll vollen Preis zahlen

Bei einer Grund­stücks­größe von 2.000 qm würde der Kauf­preis damit immerhin 380 000 Euro betragen. Bei der UKBS zeigte man sich, gelinde gesagt, über­rascht über diese unge­wöhn­liche For­de­rung. Denn die Unnaer Kreis-Bau- und Sied­lungs­ge­sell­schaft erhält als Bau­träger übli­cher­weise Preis­ab­schläge von rd. 30 Pro­zent auf die Grund­stücke, wenn sie in anderen Kom­munen des Kreises auf kom­mu­nalem Grund Kin­der­gärten baut.

Wie es heißt, wäre die UKBS aber wohl bereit, die auf­ge­ru­fene Kauf­summe zu zahlen, wenn die Gemeinde dafür 400 qm mehr Frei­fläche für die Kinder abgibt. Der Grün­streifen müsste dann auch nicht mehr von der Gemeinde gepflegt werden. Doch auch dieses Kom­pro­miss­an­gebot soll die Gemein­de­spitze bis­lang ablehnen, wie ver­lautet.

Ob die Gemein­de­spitze der UKBS letzt­lich noch ent­ge­gen­kommen wird, ist frag­lich. Der Ver­wal­tungs­vor­stand war heute den ganzen Tag über zu keiner Stel­lung­nahme erreichbar. Bei der UKBS wird frü­he­stens am 20. Februar eine Ent­schei­dung fallen, wenn der Auf­sichtsrat der Woh­nungs­bau­ge­sell­schaft tagt. Schei­tern dürfte der Kita-Neubau wohl letzt­lich nicht am Streit um den Kauf­ver­trag. Doch das Ver­fahren wird wieder einmal weiter ver­zö­gert. Der Bau­an­trag für die Kita, die in einem Jahr betriebs­be­reit sein soll, hätte längst gestellt sein sollen.

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