Ergebnis der Kontrollen bei Abfuhr: Qualität des Biomülls spürbar verbessert

Solche Fehleinwürfe beim Biomüll, wie hier bei der Ablieferung in Fröndenberg zu sehen, sind nach den Kontrollen der zurückliegenden Wochen in Holzwickede seltener geworden.  Die Gemeinde und die GWA sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis der Kontrollen.  (Foto: GWA)

Sol­che Fehl­ein­wür­fe beim Bio­müll, wie hier bei der Ablie­fe­rung in Frön­den­berg zu sehen, sind nach den Kon­trol­len der zurück­lie­gen­den Wochen in Holzwicke­de sel­te­ner gewor­den. Die Gemein­de und die GWA sind sehr zufrie­den mit dem Ergeb­nis der Kon­trol­len. (Foto: GWA)

Die Holzwicke­der sind offen­sicht­lich lern­fä­hig, was die Müll­ent­sor­gung angeht. Die Kon­trol­len der Abfall­be­häl­ter bei der Abfuhr in den zurück­lie­gen­den Wochen sind abge­schlos­sen, wie die Umwelt­be­auf­trag­te der Gemein­de, Tan­ja Flor­mann, mit­teilt: Die Zahl der Fehl­ein­wür­fe hat sich posi­tiv ver­än­dert. Vor allem die Qua­li­tät des Bio­mülls ist spür­bar bes­ser gewor­den.

Umweltauftragte der Gemeinde: Tanja Flormann. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)

Umwelt­auf­trag­te der Gemein­de: Tan­ja Flor­mann. (Foto: P. Grä­ber — Emscherblog.de)

Die Kon­trol­len waren not­wen­dig gewor­den, weil sich bei der Über­prü­fung der Abfall­ton­nen kreis­weit ver­mehrt Fremd­stof­fe in den ein­zel­nen Müll­frak­tio­nen gefun­den hat­ten. Das geht zu Lasten der Umwelt und der All­ge­mein­heit: Wegen der Fehl­be­fül­lun­gen kön­nen die ein­zel­nen Müll­frak­tio­nen nicht mehr ver­wer­tet wer­den. Die Mehr­ko­sten bei der Ent­sor­gung gehen zu Lasten aller Gebüh­ren­zah­ler.

In Holzwicke­de wur­den in den ver­gan­ge­nen Wochen ins­ge­samt 5.049 Kon­trol­len bei der Abfuhr der Bio­ton­nen durch die GWA durch­ge­führt. 537 Ton­nen (knapp elf Pro­zent) wur­den bean­stan­det. Die Erfol­ge im Lau­fe der Kon­troll­ak­tio­nen las­sen sich ein­deu­tig bele­gen: Wur­den in der ersten Woche noch 21 Pro­zent der kon­trol­lier­ten Ton­nen bean­stan­det, waren es in der Fol­ge­wo­che noch etwa zehn Pro­zent, was einer Hal­bie­rung der Fehl­ein­wür­fe ent­spricht. In der drit­ten Kon­troll­run­de konn­te die Zahl noch ein­mal auf sie­ben Pro­zent redu­ziert wer­den. Die­ser posi­ti­ve Trend deckt sich mit den Erfah­run­gen aus den übri­gen Kom­mu­nen im Kreis.

Auch bei den unter­schied­li­chen Warn­stu­fen (grau­em, gel­be, rote Kar­ten) sind die Lern­ef­fek­te sicht­bar. Die sie­ben Pro­zent Ton­nen mit grau­en Auf­kle­bern in der ersten Woche konn­ten über 0,9 Pro­zent in der zwei­ten auf null Pro­zent in der drit­ten Run­de gesenkt wer­den. Die gel­ben Auf­kle­ber konn­ten von anfäng­li­chen 13,9 Pro­zent auf sechs Pro­zent redu­ziert wer­den, was auf eine deut­li­che Ver­bes­se­rung des Sor­tier­ver­hal­tens in der Gemein­de schlie­ßen lässt.

Schließ­lich war in der drit­ten Abfuhr­wo­che bei weni­ger als ein Pro­zent der Ton­nen eine rote Kar­te nötig.

Rote Karte nur für ein Prozent der Tonnen

 

Häu­fig­ster Grund für Bean­stan­dun­gen im Bio­müll waren ver­meint­lich kom­po­stier­ba­re Kunst­stoff­beu­tel. Die Umwelt­be­auf­trag­te der Gemein­de weist in die­sem Zusam­men­hang noch­mals dar­auf hin, dass her­kömm­li­che Pla­stik­tü­ten sowie die im Han­del mit der Bezeich­nung ‚Bio-Kunst­stoff‘ oder ‚Bio­fo­li­en­beu­tel‘ käuf­lich zu erwer­ben­den Müll­beu­tel nicht für die Bio­ton­ne zuge­las­sen sind. Ent­ge­gen der ver­mark­te­ten Kom­po­stier­bar­keit ver­rot­ten die­se Müll­beu­tel nicht bzw. zu lang­sam und stö­ren somit den Abbau­pro­zess und gefähr­den schließ­lich die Qua­li­tät des Bio­ab­falls. Als öko­lo­gi­sche Alter­na­ti­ve gibt es im Wert­stoff­hof nass­fe­ste Papier­tü­ten („Mül­lis“ 50 Stück für 3,50 €) oder alter­na­tiv altes Zei­tungs­pa­pier, wel­ches für die Samm­lung der kom­po­stier­ba­ren Küchen­ab­fäl­le ver­wen­det wer­den kann.

Auch die Wert­stoff­ton­nen sind bei Abfuhr durch die Fir­ma Rem­don­dis stich­pro­ben­ar­tig kon­trol­liert wor­den. „Spe­zi­fi­sche Daten für die zurück­lie­gen­den Wochen lie­gen uns nicht vor“, so die Umwelt­be­auf­trag­te Tan­ja Flor­mann. Grund­sätz­lich sei­en aber leich­te Schwan­kun­gen der monat­li­chen Sam­mel­men­gen an Wert­stoff zu beob­ach­ten.

Gemeinde und Entsorger „sehr zufrieden“

Fehl­ein­wür­fe wie z.B. Haus­müll im gel­ben Abfall­ge­fäß erschwe­ren die Sor­tie­rung und set­zen die Qua­li­tät der Wert­stof­fe deut­lich her­ab. In die gel­be Wert­stoff­ton­ne gehö­ren nicht nur Ver­kaufs­ver­packun­gen mit dem Grü­nen Punkt (bei­spiels­wei­se gebrauch­te Joghurt­be­cher, Geträn­ke­kar­ton, Kon­ser­ven­do­sen), son­dern auch stoff­glei­che Nicht­ver­packun­gen aus Metall und Kunst­stoff (wie z.B. defek­te Wisch­ei­mer, Kin­der­spiel­zeug oder Alu-Brat­pfan­nen).

Die Gemein­de Holzwicke­de sowie die Abfall­ent­sor­ger GWA  und die Fir­ma Remon­dis sind mit den Ergeb­nis­sen der Abfall­kon­trol­len sehr zufrie­den, so Tan­ja Flor­mann wei­ter. Gemein­sam appel­lie­ren sie an die Holzwicke­der Bür­ger: Wei­ter so bei der sach­ge­rech­ten Müll­tren­nung!

Damit das neu gewon­ne­ne Sor­tier­ver­hal­ten auch län­ger­fri­stig Bestand hat, sind künf­tig spo­ra­di­sche Kon­trol­len bei der Müll­ab­fuhr in der Emscher­ge­mein­de vor­ge­se­hen. Bei Fra­gen zur Abfall­tren­nung ist die Abfall­be­ra­tung unter der kosten­frei­en Ruf­num­mer 0 800 400 1 400 zu errei­chen. Dar­über hin­aus lie­gen Infor­ma­ti­ons­fly­er zum The­ma „Wohin gehört mein Abfall“ bei Gemein­de (Bür­ger­bü­ro und Dienst­ge­bäu­de Allee 10) aus.

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Dipl.-Journalist

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