Emscherkaserne: Gemeinde kauft Flächen frühestens Mitte 2016

Die Verhandlungen über den Ankauf kann die Gemeinde erst Ende des Jahres aufnehmen: die ehemalige Emscherkaserne. (Foto: Peter Gräber)

Die Ver­hand­lun­gen mit der BIMA über den Ankauf kann die Gemein­de Holzwicke­de nicht vor Ende des Jah­res auf­neh­men: die ehe­ma­li­ge Emscher­ka­ser­ne. (Foto: Peter Grä­ber)

Die Gemein­de Holzwicke­de kann frü­he­stens Ende die­sen Jah­res die Gesprä­che mit der Bun­des­an­stalt für Immo­bi­li­en­auf­ga­ben (BIMA) über den Ankauf der ehe­ma­li­gen Emscher­ka­ser­ne auf­neh­men. Ein Ankauf der Flä­chen wäre dann vor­aus­sicht­lich frü­he­stens Mit­te 2016 mög­lich.  Das teil­te Fach­be­reichs­lei­ter Jens-Uwe Schmied­gen heu­te (23.6.) im Pla­nungs- und Bau­aus­schuss mit.

Schmied­gen berich­te­te auf Anfra­ge der CDU den aktu­el­len Stand der geplan­ten Ent­wick­lung des Wohn­parks Emscher­quel­le, wie der offi­zi­el­le Name des geplan­ten Bau­ge­bie­tes ist.

Danach hat die Ver­wal­tung, nach­dem der Gemein­de­rat am 27. Febru­ar 2014 beschlos­sen hat­te, den Bebau­ungs­plan für das Kaser­nen­ge­län­de auf­zu­stel­len, die Gesprä­che mit der BIMA auf­ge­nom­men, die das 8,8 Hekt­ar gro­ße Gelän­de im Auf­trag des Bun­des ver­mark­ten soll. Nach Dar­stel­lung der Ver­wal­tung habe es zwei Mög­lich­kei­ten gege­ben:

  1. Eine euro­pa­wei­te Aus­schrei­bung und Suche nach Inve­sto­ren für das Gelän­de oder
  2. Die Gemein­de Holzwicke­de nimmt ihr Vor­kaufs­recht wahr und wird das Gelän­de erwer­ben, um es mit einem wei­te­ren Part­ner in ihrem Sin­ne zu ent­wickeln.

In jedem Fall hat die Gemein­de Holzwicke­de aber die Pla­nungs­ho­heit für das Gebiet. Des­halb habe man sich für die zwei­te Vari­an­te ent­schie­den, weil dann die bestehen­de Pla­nungs­ho­heit am, besten umge­setzt wer­den kön­ne, erklär­te Schmied­gen im Aus­schuss wei­ter.

Drei Investoren haben Interesse an Partnerschaft

Um das Gelän­de zu erwer­ben und mit einem Part­ner ent­wickeln zu kön­nen, müs­se eine gemein­sa­me Gesell­schaft gegrün­det wer­den und sich der Gemein­de­rat für einen Inve­stor ent­schie­den haben. „Vor­her“, beton­te Schmied­gen, „dür­fen wir hier kei­ne Inve­sti­tio­nen täti­gen.“ Eine Anwalts­kanz­lei prü­fe der­zeit die recht­li­che Kon­struk­ti­on einer sol­chen Gesell­schaft.

Drei Inve­sto­ren hät­ten bis­lang ihr Inter­es­se an einer Part­ner­schaft mit der Gemein­de bekun­det. Alle drei haben inzwi­schen ihr städ­te­bau­li­ches Kon­zept vor­ge­legt, der letz­te erst am heu­ti­gen Tage. Von zwei die­ser Inve­sto­ren lie­ge die dazu­ge­hö­ri­ge Kosten­kal­ku­la­ti­on noch nicht vor.

Die BIMA habe eine Frist bis 30. Juni 2015 gesetzt, bis zu der sich die Gemein­de ent­schei­den müs­se. Da die­se Frist nicht ein­ge­hal­ten wer­den kann, hat die Ver­wal­tung um eine Ver­län­ge­rung gebe­ten. „Ich habe die münd­lich Zusa­ge erhal­ten, dass die­se Frist bis Ende des Jah­res ver­län­gert wer­den soll“, erklär­te Jens-Uwe Schmied­gen im Fach­aus­schuss heu­te.

Verkehrszählungen beginnen nach Sommerpause

Mit den Ver­kehrs­zäh­lun­gen, die für den not­wen­di­gen Ver­kehrs­ent­wick­lungs­plan durch­ge­führt wer­den sol­len, wird nach Aus­sa­ge der Ver­wal­tung nach der Som­mer­pau­se begon­nen.  Eine Zäh­lung in der Feri­en­zeit könn­te die Ergeb­nis­se ver­fäl­schen.

Plan­mä­ßig soll der Gemein­de­rat dann in sei­ner Sit­zung am 10. Dezem­ber 2015 die erfor­der­li­chen Beschlüs­se für einen Inve­stor und den Ankauf der Kaser­nen­flä­che fas­sen.  „Erst dann kön­nen wir in Ver­hand­lun­gen mit der BIMA über den Ankauf der Flä­che tre­ten“, beton­te Schmied­gen. Die Dau­er der Vehr­and­lun­gen mit der BIMA bezif­fer­te Schmied­gen auf „etwa ein  hal­bes Jahr“, was dann „schon ziem­lich sport­lich“ sei. Vor Mit­te 2016 dürf­te also mit Sicher­heit noch nichts pas­sie­ren auf dem Kaser­nen­ge­län­de.

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Dipl.-Journalist

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