Emscher-Anrainer unterzeichnen Kooperationsvertrag für neue Projekte

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Für die Gemeinde unterzeichnete Bürgermeisterin Ulrike Drossel (li.)  die Kooperationsvereinbarung in Oberhausen. (Foto: Rupert Oberhäuser – Emschergenossenschaft)

Die Emschergenossenschaft hat heute (17.11.) auf ihrer jährlichen Versammlung angekündigt, dass die Beitragssteigerungen in den kommenden Jahren kontinuierlich von durchschnittlich fünf auf zwei Prozent im Jahr 2027 sinken sollen. Damit hält die Emschergenossenschaft ihr Versprechen, dass der Emscher-Umbau bezahlbar bleibt. Und auch sonst gibt es gute Nachrichten zu verkünden:

Gemeinsam mit dem NRW-Städtebauministerium, vertreten durch Minister Michael Groschek, sowie den Emscher-Anrainern hat die Emschergenossenschaft in Oberhausen eine neue Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Bis 2020 sollen begleitend zum Emscher-Umbau mehr als 180 städtebauliche Projekte die Lebensqualität für die Bevölkerung in den emschernahen Stadtteilen verbessern. Investiert werden soll ein aus Bundes- und Landesmitteln finanzierter dreistelliger Millionenbetrag. Das Ziel: In der Schlussphase des Emscher-Umbaus will die Region im Jahr 2020 ihren Wandel in all seinen Facetten präsentieren und feiern. Auch Holzwickede soll davon profitieren.

Die Gemeinde Holzwickede war in der Genossenschaftsversammlung in Oberhausen durch Bürgermeisterin Ulrike Drossel und den Leiter Technische Dienste, Uwe Nettlenbusch,  vertreten.

2020 wird der Gesamt-Emscherumbau nach 25 Jahren des Planens und Bauens abgeschlossen sein. Zukünftige Projekte, die bis zum Jahr 2020 mit Förderungen durch Land, Bund und EU realisiert werden, wurden in der Versammlung vorgestellt. Für die kommenden vier Jahre wird eine Kooperation „Gemeinsam für Emscher 2020“ eingegangen, die alle Oberbürgermeister und Bürgermeister unterzeichnet haben.

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Auch im Emscherpark in der Ortsmitte wurde der Emscherlauf renaturiert. Auch von der Kooperation „Gemeinsam für Emscher 2020“ soll Holzwickede nun profitieren. (Foto: Jochen Durchleuchter – Emschergenossenschaft)

Am Rande dieser Versammlung konnte Bürgermeisterin Ulrike Drossel über die zukünftige Entwicklung des Emscherquellhofes sprechen. Die weitere Öffnung des Emscherquellhofes mit einem Café am Wochenende ist das gemeinsame Ziel für das kommende Frühjahr. Eine weitere Kooperation zur Imagekampagne aus dem ISEK für das Alleinstellungsmerkmal als Emscherquellgemeinde ist ebenfalls seit voriger Woche mit dem Wirtschaftsförderer Stefan Thiel abgestimmt.

Zur Verbesserung der Radwegesituation entlang der Emscher im nördlichen Bereich sind mit einer Ortsbesichtigung gemeinsame Ziele für Verbesserungen im Sommer 2016 besprochen worden.

Somit wird die Gemeinde Holzwickede durch diese Kooperation zukünftig weiter durch enge Zusammenarbeit mit der Emschergenossenschaft profitieren.

Der Emscher-Umbau befindet sich auf seiner Schlussgeraden. Das Hauptziel dieses beispiellosen Generationenprojekts – eine vom Abwasser befreite Emscher – wird voraussichtlich Ende 2020 erreicht werden. In einem Zeitraum von dann drei Jahrzehnten wird die Emschergenossenschaft nach derzeitigem Kenntnisstand prognostizierte 5,266 Milliarden Euro in die Aufwertung der Emscherlandschaft investiert und eine moderne abwassertechnische Infrastruktur geschaffen haben.

„Die Entwicklung unserer Emscher ist damit jedoch noch lange nicht zu Ende, sondern läutet vielmehr den Beginn einer neuen Ära für die ganze Region ein. Mit der neuen Emscher haben wir die Voraussetzungen für die integrale Planung von Stadt, Land und Wasserwirtschaft geschaffen. Nur so lässt sich den zahlreichen Herausforderungen wie demographischer Wandel, klimatische Veränderungen etc. begegnen“, sagt Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft.

Dauerhafter Mehrwert

Die technische Emscher hat das Überleben der Menschen in der Region gesichert. „Die neue Emscher ist die Grundlage für das Aufleben der Region in ökologischer, städtebaulicher, sozialer und kultureller Hinsicht.  Diese neue Vision für das Emscherland und den Mitmach-Fluss wollen auch wir als Landesregierung nun gemeinsam mit den Emscher-Anrainern und der Emschergenossenschaft angehen und für die nächsten Generationen entwickeln und umsetzen“, sagt Michael Groschek, Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen.

Der Emscher-Umbau, so Groschek weiter, sei eine wertvolle Investition in die Zukunft der Region: „Der dauerhafte Mehrwert für diese Region sowie für ihre Bürgerinnen und Bürger steht im Fokus dieses einzigartigen Projektes made in NRW.“

 Emscher-Fakten in Holzwickede

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Rund eine Million Euro investierte die Emschergenossenschaft allein in den Umbau des Emscherparks. (Foto: Emschergenossenschaft)

In der Quellgemeinde der Emscher hat die Emschergenossenschaft von 2009 bis 2010 u.a. die Emscher im Gemeindepark erheblich aufgewertet – rund eine Million Euro wurde allein hierfür investiert. In der Gemeinde Holzwickede plant die Emschergenossenschaft im Rahmen des Emscher-Umbaus Investitionen in Höhe von insgesamt 22 Millionen Euro. Davon wurden bislang rund 20 Millionen Euro eingebracht. Von insgesamt sechs Kilometern der Emscher wurden bereits in Holzwickede fünf Kilometer umgestaltet, der letzte Kilometer im Bereich der Hauptstraße folgt noch. Dabei soll die dort verrohrte Emscher auf einer Länge von rund 200 Metern offengelegt werden. Das Aushängeschild der Emschergenossenschaft in Holzwickede ist der Emscherquellhof, der in diesem Jahr auch Austragungsort für die internationale Ausstellung „Emscherkunst“ war, die den Emscher-Umbau als Triennale begleitet. Zu Beginn des Emscher-Umbaus noch gar nicht mit eingeplant, mittlerweile jedoch ein erheblicher Mehrwert-Faktor: Der Bau neuer Radwegeverbindungen zur besseren Erlebbarkeit des neuen Emscherlandes. So sind im Rahmen des Emscher-Umbaus bis heute rund 128 Kilometer an neuen Radwegen in dieser Region entstanden.

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