Eigentümer und Kreis lassen sich viel Zeit: Steinbruchstraße bleibt gesperrt

Gleich mehrere Bäume hat Sturmtief Friederike hier geknickt: Die Steinbruchstraße bleibt vorläufig gesperrt. Die ZTufahrt zum Parkplatz Schöne Flöte ist von dem Billmericher Weg aus frei. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)

Die Stein­bruch­straße bleibt weiter Zeit gesperrt. Der Eigen­tümer und der Kreis Unna lassen sich viel Zeit mit der Räu­mung der geknickten Bäume. Mit­ar­beiter des Kreis-Bau­hofes, die die Bäume weg­räumen wollten, zogen heute nach einem Gespräch mit dem Eigen­tümer wieder ab. (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de)

Auch fünf Tage nachdem Sturm­tief Frie­de­rike wütete, bleibt die Stein­bruch­straße in Holzwickede noch immer auf unab­seh­bare Zeit gesperrt. Vom Bill­me­ri­cher Weg aus ist der Park­platz Schöne Flöte zwar für Anlieger erreichbar. Doch danach ist die Straße wei­terhin kom­plett gesperrt. Ver­ant­wort­lich dafür sind der Grund­ei­gen­tümer und der Kreis Unna, die sich viel Zeit lassen. Heute Morgen wollte der Kreis-Bauhof die Straße räumen. Doch wie Anlieger beob­ach­teten schickte der Eigen­tümer die Kreis-Mit­ar­beiter wieder weg. 

Bei allem Ver­ständnis für die umfang­rei­chen Auf­räum­ar­beiten nach dem Sturm­tief hätten die quer über die Fahr­bahn lie­genden Bäume schon längst geräumt sein können. Die Frei­wil­lige Feu­er­wehr oder der Bau­be­triebshof hätten ver­mut­lich nur wenige Stunden benö­tigt, um die Stein­bruch­straße zu räumen. Doch wie es heißt, lehnte deren Ein­satz der Eigen­tümer des kleinen Wäld­chens ab.

Statt­dessen bleibt die Straße weiter gesperrt – zum Leid­wesen der Auto­fahrer. Denn die Stein­bruch­straße ist eine wich­tige Ver­bin­dungs­straße zwi­schen Holzwickede und Unna-Massen. Zum Leid­wesen aber auch der Betreiber des Fit ‚n‘ well-Stu­dios in der Frei­zeit­an­lage Schöne Flöte, deren Kunden aus Unna und Kamen das Studio nicht mehr errei­chen können. Zumal auch die Sper­rung und Umlei­tung der Stein­bruch­straße nicht kor­rekt aus­ge­schil­dert ist.

Eigentümer schickt Räum-Trupp des Kreises weg

Durch die Sper­rung haben wir spür­bare Ein­bußen“, bestä­tigt Pächter Jörg Freund. „Darum sollte die Straße natür­lich so schnell wie mög­lich geräumt werden. Wobei wir aber auch sehen, dass so etwas nach einem sol­chen Sturm auch etwas länger dauern kann.“

Mit Unver­ständnis reagieren die betrof­fenen und Anlieger aber darauf, dass der Bau­be­triebshof des Kreises Unna heute Morgen (22. Januar) vor Ort war, um die quer lie­genden Bäumen zu räumen und die Straße wieder befahrbar zu machen. Doch nach einem Gespräch mit dem Eigen­tümer packten die Kreis-Mit­ar­beiter ihre Ket­ten­sägen und Werk­zeuge wieder ein und zogen unver­rich­teter Dinge ab, wie Anlieger beob­achten konnten. Prompt liegen die Bäume immer noch auf der Straße, bleibt die Stein­bruch­straße wei­terhin auf unab­seh­bare Zeit gesperrt.

Auf Nach­frage im Kreis­haus hieß es heute zunächst, dass „keine Kreis­straßen mehr gesperrt“ und „alle wieder befahrbar“ sind. Trotz mehr­ma­liger Anfragen sah man sich beim Kreis aller­dings heute nicht in der Lage zu erklären, warum die Mit­ar­beiter des Kreis-Bau­hofes heute vor Ort waren und unver­rich­teter Dinge wieder abzogen und wie lange die Stein­bruch­straße noch gesperrt bleiben soll.

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