Dumm gelaufen: Gesuchter Straftäter stellt sich am falschen Gate an

(ots)  Kom­mis­sar „Zufall“ half Ein­satz­kräf­ten der Bun­des­po­li­zei in der ver­gan­ge­nen Woche am Dort­mun­der Flug­ha­fen, einen mit euro­päi­schem Haft­be­fehl gesuch­ten Mann fest­zu­neh­men. Ein 26-jäh­ri­ger unga­ri­scher Staats­an­ge­hö­ri­ger hat­te sich am Mitt­woch (5. Sep­tem­ber) an das „fal­sche“ Gate ange­stellt und wur­de durch Bun­des­po­li­zi­sten über­prüft. Dabei stell­te sich her­aus, dass er wegen Men­schen­han­dels und Nöti­gung zur Pro­sti­tu­ti­on von bel­gi­schen Behör­den gesucht wur­de.

Mutmaßlicher Menschenhändler festgenommen

Gegen 8 Uhr stell­te sich der Ungar, irr­tüm­lich, in die War­te­schlan­ge eines Flu­ges nach Sibiu (Rumä­ni­en). Gebucht hat­te er jedoch einen Flug nach Buda­pest, bei dem er jedoch nicht kon­trol­liert wor­den wäre (Schen­gen Staat). Die Ver­wech­se­lung des Gates führ­te nun dazu, dass Bun­des­po­li­zi­sten den Mann fahn­dungs­mä­ßig über­prüf­ten.

Dabei stell­te sich her­aus, dass bel­gi­sche Behör­den mit einem inter­na­tio­na­len Haft­be­fehl nach ihm such­ten. Dem 26-Jäh­ri­gen wird vor­ge­wor­fen, Men­schen­han­del betrie­ben zu haben. Dabei sol­len unga­ri­sche Frau­en nach Bel­gi­en gebracht und zur Pro­sti­tu­ti­on gezwun­gen wor­den sein. Das dabei „ver­dien­te“ Geld muss­ten sie dann an die Men­schen­händ­ler abge­ben.

Bun­des­po­li­zi­sten leg­ten dem Ungarn Hand­schel­len an und über­stell­ten ihn an das Dort­mun­der Amts­ge­richt. Dort wird die Aus­lie­fe­rung nach Bel­gi­en geprüft.

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visage

Dipl.-Journalist

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