Digitale Zeiten in Bücherei angebrochen: Onleihe24 und eigene Homepage

Freuen sich über die Onleihe und eigene Homepage der Gemeindebücherei: Silke Becker (l.) und Kristina Truß. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)

Freu­en sich über die Onlei­he und eige­ne Home­page der Gemein­de­bü­che­rei: Sil­ke Becker (l.) und Kri­sti­na Truß. (Foto: P. Grä­ber — Emscherblog.de)

In der Gemein­de­bi­blio­thek sind die digi­ta­len Zei­ten ange­bro­chen: Nach fast zwei Jah­ren ist ab sofort die Onlei­he aller digi­ta­ler Medi­en end­lich mög­lich. Außer­dem ist die Büche­rei mit einer eige­nen Home­page online gegan­gen, die end­lich auch die lang­erwar­te­te Online-Suche im Bestand der Büche­rei ermög­licht. Kri­sti­na Truß und Sil­ke Becker, die bei­den Mit­ar­bei­te­rin­nen, hof­fen, neue Nut­zer­grup­pen für ihre Büche­rei erschlie­ßen zu kön­nen. 

Mit der Onleihe24 kann jeder Biblio­theks­kun­de ab sofort rund um die Uhr sie­ben Tage die Woche von zu Hau­se oder unter­wegs alle digi­ta­len Medi­en aus­lei­hen: aktu­el­le Best­sel­ler als E-Book, Hör­bü­cher, Audio- und Video­da­tei­en, Zeit­schrif­ten und Maga­zi­ne sowie neu­er­dings auch E-Learning-Ange­bo­te.

Der neue zusätz­li­che Ser­vice ist die Nut­zer der Gemein­de­bü­che­rei kosten­los. Es wird ledig­lich der nor­ma­le Biblio­theks­aus­weis benö­tigt (zwölf Euro Jah­res­ge­bühr). Auch Mahn­ge­büh­ren gibt es in der Onlei­he nicht. Ist die Leih­frist abge­lau­fen, lässt sich die Datei­en ein­fach nicht mehr öff­nen. Eine Rück­ga­be erle­digt sich qua­si von selbst.

Der Bestand der Onleihe24 ist rie­sig: 41 Biblio­the­ken haben sich in der Onlei­he zusam­men­ge­schlos­sen, die ursprüng­lich ein­mal Onlei­he „Hell­weg-Sauer­land“ hieß. Nut­zer kön­nen auf dem Inter­net­por­tal oder mit der spe­zi­el­len Onleihe.App den gesam­ten Medi­en­be­stand durch­for­sten und gewünsch­te Titel und Medi­en in einen Waren­korb legen. Zur Aus­lei­he müs­sen sich Nut­zer mit den Zugangs­da­ten ihres Benut­zer­aus­wei­ses anmel­den. Anschlie­ßend kön­nen sie mit weni­gen Klicks die Datei auf ihren Com­pu­ter oder ein ande­res End­ge­rät über­tra­gen. Über die Onlei­he-App ist außer­dem das eAu­dio-Strea­ming mög­lich, bei dem Datei­en ohne Down­load direkt online abge­spielt wer­den.

Riesiger Medienauswahl kostenlos online ausleihbar

Die eBooks sind in den gän­gi­gen For­ma­ten pdf und epub und Vide­os im wmf-For­mat ver­füg­bar, Hör­bü­cher über das eAu­dio-Strea­ming auch als mp3. Damit ist die Lek­tü­re der aus­ge­lie­he­nen Medi­en auf den mei­sten han­dels­üb­li­chen E-Readern mög­lich. Eine Aus­nah­me bil­den die Kind­le-Gerä­te von Ama­zon, die nur das spe­zi­el­le Ama­zon-For­mat lesen kön­nen und für die Onlei­he nicht geeig­net sind.

Eine klei­ne tech­ni­sche Hür­de müs­sen alle, die die neue Onleihe24 nut­zen wol­len, über­win­den: Denn dazu wird der kosten­lo­se Ado­be Reader (Digi­tal Edi­ti­on) oder die spe­zi­el­le Onlei­he-App benö­tigt. Ein­ma­lig muss dann eine Ado­be-ID ein­ge­rich­tet wer­den, damit die Medi­en aus der Onlei­he geöff­net wer­den kön­nen, die mit einem digi­ta­len Kopier­schutz ver­se­hen sind (DRM).

Soll­ten alle Exem­pla­re eines gewünsch­ten Medi­ums oder Titels ent­lie­hen sein, kön­nen die­se mit nur einem Klick vor­ge­merkt wer­den. Eine fei­ne Sache ist auch die „Par­al­lel­aus­lei­he“, die bei beson­ders stark gefrag­ten Best­sel­lern die War­te­zeit ver­kürzt oder sogar ganz ver­mei­den hilft.

Wir wer­den des­halb hier vor Ort nicht weni­ger Medi­en im Bestand haben, mög­li­cher­wei­se lang­fri­stig nur etwas ande­re Schwer­punk­te set­zen müs­sen.“

Kri­sti­na Truß, Büche­rei­lei­te­rin

Tages­ak­tu­el­le Zei­tun­gen kön­nen nur stun­den­wei­se, Zeit­schrif­ten nur tage­wei­se aus­ge­lie­hen wer­den.

Die mei­sten Fra­gen rund um die Onlei­he wer­den unter dem Punkt „Hil­fe“ auf der Onlei­he-Sei­te oder über das offi­zi­el­le Nut­zer- und Aus­tausch­fo­rum beant­wor­tet.

Wir freu­en uns, dass die Onlei­he nun end­lich genutzt wer­den kann“, meint Büche­rei­lei­te­rin Kri­sti­na Truß. „Selbst­ver­ständ­lich ste­hen auch wir für Fra­gen zur Ver­fü­gung.“  Von Vor­teil ist dabei sicher­lich, dass ihre neue Kol­le­gin Sil­ke Becker bereits an ihrem vor­he­ri­gen Arbeits­platz im zib Erfah­rung mit der Onlei­he sam­meln konn­te.

Bequeme Suche von zu Hause im Bestand vor Ort möglich

Ab sofort ist auch das eige­ne Inter­net­por­tal der Gemein­de­bü­che­rei frei­ge­schal­tet. Auf der bewusst schlicht und über­sicht­lich gestal­te­ten Sei­te fin­det sich auch ein Online-Kata­log aller vor Ort vor­han­de­nen Medi­en, was die lang­erwar­te­te kom­for­ta­ble Suche im Bestand rund um die Uhr und bequem von zu Hau­se mög­lich macht.

Die Nut­zer der Büche­rei kön­nen auf ihre Biblio­theks­kon­ten zugrei­fen und sehen, wel­che Medi­en sie aus­ge­lie­hen haben. Auch Ver­län­ge­run­gen, Vor­mer­kun­gen und das Anle­gen von Merk­li­sten sind im Benut­zer­kon­to mög­lich. Zusätz­lich ver­öf­fent­li­chen Kri­sti­na Truß und Sil­ke Becker auf der Sei­te alle Infor­ma­tio­nen und Neu­ig­kei­ten zur Biblio­thek wie anste­hen­de Ver­an­stal­tun­gen und Ter­mi­ne, aber auch Buch­be­spre­chun­gen, Öff­nungs­zei­ten, Lage­plä­ne und beson­de­re Ange­bo­te und Neu­ig­kei­ten.

Es lohnt sich auf jeden Fall, öfters mal auf der Sei­te nach­zu­schau­en“, mei­nen die bei­den. „Ganz sicher wird sich in den näch­sten Wochen und Mona­ten auch noch etwas tun auf der Sei­te. Wir ste­hen ja mit bei­den Ange­bo­ten erst am Anfang. Auf jeden Fall ist es eine tol­le Sache, dass wir jetzt als Gemein­de­bü­che­rei eine Onlei­he und ein eige­nes Inter­net-Por­tal haben.“

Bei­des sei aber nur Zusatz­an­ge­bo­te zur Gewin­nung neu­er Nut­zer­grup­pen, betont Kri­sti­na Truß. „Wir wer­den des­halb hier vor Ort nicht weni­ger Medi­en im Bestand haben, mög­li­cher­wei­se lang­fri­stig nur etwas ande­re Schwer­punk­te set­zen müs­sen.“

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visage

Dipl.-Journalist

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