Die Grünen sehen kein Handlungsbedarf: „Alle Grundschulen stehen gut da“

Duden

Alle vier Grund­schu­len der Gemein­de, hier die Duden­roth­schu­le, ste­hen nach Ansicht der Grü­nen qua­li­ta­tiv gut da. Hand­lungs­be­darf gebe es des­halb nicht. (Foto: Peter Grä­ber)

Die vier Holzwicke­der „Grund­schu­len ste­hen qua­li­ta­tiv gut da“. Auch nach der jüng­sten Anmel­de­run­de sehen die Holzwicke­der Grü­nen des­halb „kei­nen Hand­lungs­be­darf“ in der Grund­schul­land­schaft in Holzwicke­de. Das erklär­te Fried­helm Klemp, Spre­cher der Grü­nen, nach den Klau­sur­be­ra­tun­gen sei­ner Frak­ti­on. „Auf­grund der Auf­nah­me von Asyl­be­wer­bern und Zuzug in den klei­ne­ren Neu­bau­ge­bie­ten könn­te der Bedarf sogar noch stei­gen.“

Die Schul­so­zi­al­ar­beits­stel­le wol­len die Grü­nen eben­falls erhal­ten. Klemp: „Wir hal­ten sogar noch eine zwei­te feste Stel­le für sinn­voll.“

Trotz ange­spann­ter Finan­zen wol­len die Grü­nen auch bei der Gemein­de­bi­blio­thek kei­nen Rot­stift anset­zen. Die dort ange­sie­del­te hal­be Stel­le soll­te erhal­ten blei­ben und die Ein­rich­tung als Medio­thek auf­ge­wer­tet wer­den. Auch müs­se die Koope­ra­ti­on mit den Schu­len und dem ZIB Unna ver­bes­sert wer­den. Außer­dem regen die Grü­nen einen Trä­ger­ver­ein für die Büche­rei an.

Neu­er Rat­haus-Anbau nur mit 75 Pro­zent För­de­rung und öffent­li­cher Toi­let­te sinn­voll

Den beabsichtigten Rathaus-Anbau halten die Grünen nur mit einer Förderung 5 Prozent Fördermitteln und mit einer öffentlucne Toilette für sinnvoll. (Foto: Peter Gräber)

Den beab­sich­tig­ten Rat­haus-Anbau hal­ten die Grü­nen nur mit einer 75-pro­zen­ti­gen För­de­rung  und mit einer öffent­li­chen Toi­let­te für sinn­voll. (Foto: Peter Grä­ber)

Spa­ren wol­len die Grü­nen aller­dings auch: „Den neu­en Rat­haus-Anbau, der von der Ver­wal­tungs­spit­ze ins Gespräch gebracht wird, hal­ten wir nur dann für sinn­voll, wenn die Bau­maß­nah­me zu 75 Pro­zent geför­dert wird“, sagt Fried­helm Klemp. „Mit dem Rat­haus-Anbau soll­te dann aber auch die lan­ge ange­mahn­te öffent­li­che Toi­let­te rea­li­siert wer­den.“

Erheb­li­che Kosten spa­ren könn­te die Gemein­de nach Ansicht der Grü­nen auch durch die Auf­stel­lung eines Dop­pel-Haus­hal­tes: Der Arbeits­auf­wand für die Ver­wal­tung sei gerin­ger, die Kosten für die Klau­sur­be­ra­tun­gen der Par­tei­en ent­fal­len zumin­dest ein­mal und die Ver­wal­tung und Frak­tio­nen könn­ten sich auf krea­ti­ve Aspek­te der Haus­halts­pla­nung kon­zen­trie­ren statt sich mit all­jähr­lich wie­der­keh­ren­den For­ma­li­tä­ten zu bela­sten.

Digi­ta­les Rats-Info-System wür­de Kosten und Zeit spa­ren

Allein 32.000 Euro jähr­lich Por­to­ko­sten las­sen sich nach Ansicht der Grü­nen spa­ren, wenn end­lich ein moder­nes digi­ta­les Rats-Info-System ein­ge­führt wür­de. Von ent­fal­len­den Druck­ko­sten ganz zu schwei­gen. Soll hei­ßen: Beschluss­vor­la­gen, Tages­ord­nun­gen und Ein­la­dun­gen an die Rats­mit­glie­der soll­ten künf­tig per E-Mail  oder Inter­net erfol­gen.  Wei­te­rer Vor­teil: Das Inter­net ist schnel­ler als die Schnecken­post.

Im Abwas­ser­be­sei­ti­gungs­kon­zept wol­len die Grü­nen 100.000 Euro ein­spa­ren und statt 600.000 Euro nur noch 500.000 Euro für das kom­men­de Jahr anset­zen.

Unent­schlos­sen sind die Grü­nen dage­gen, ob sie den vor­ge­leg­ten Per­so­nal­plan mit­tra­gen sol­len. Denn die dar­in beab­sich­tig­ten Beför­de­run­gen für die Beleg­schaft im Rat­haus füh­ren zu einer deut­li­chen Kosten­stei­ge­rung. „Wie unse­re Frak­ti­on zu den geplan­ten Beför­de­run­gen steht, ist noch offen“, räumt Fried­helm Klemp ein. „Da gibt es noch Bera­tungs­be­darf.“

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Dipl.-Journalist

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