CDU-Kreisvorstand: „Kreis Unna ist kein Notstandsgebiet“

Vorsitzender Kreis CDU: Marco Morten Pufke. (Foto: CDU)
Vor­sit­zender Kreis CDU: Marco Morten Pufke. (Foto: CDU)

Die Christ­de­mo­kraten haben sich am Dienstag (9.7.) in ihrer tur­nus­mä­ßigen Kreis­vor­stands­sit­zung intensiv mit den mitt­ler­weile in fast allen Kom­munen des Kreises vor­lie­genden Anträgen zur Aus­ru­fung des „Kli­ma­not­standes“ aus­ein­an­der­ge­setzt.

Klar ist, dass der Kli­ma­wandel auch den Kreis Unna betrifft und dass die Folgen spürbar werden. Die Bewe­gung „Fri­days for Future“ for­mu­liert ohne Frage ein berech­tigtes Anliegen“, so Marco Morten Pufke, Vor­sit­zender der CDU Kreis Unna, in einer Pres­se­mit­tei­lung der CDU.

Die Bezeich­nung „Not­stand“ lehnen die Christ­de­mo­kraten jedoch ab. „Von einem Not­stand kann nicht die Rede sein. Das ist ein klar defi­nierter Begriff“, erläu­tert Pufke. „Nimmt man die Aus­ru­fung ernst, dann müssen sofort dra­sti­sche Maß­nahmen ergriffen werden.“ So wären zum Bei­spiel Ener­gie­fresser wie Schwimm­bäder oder Eis­hallen, über deren Moder­ni­sie­rung bzw. Neubau aktuell dis­ku­tiert wird, mit Blick auf ihre Kli­ma­schäd­lich­keit sofort vom Tisch. 

CDU fordert Maß und Mitte bei der Klimadiskussion

Stellvertretende Kreisvorsitzende der CDU:; Annika Dresen. (Foto: CDU)
Stell­ver­tre­tende Kreis­vor­sit­zende der CDU:; Annika Dresen. (Foto: CDU)

Die Aus­ru­fung des Kli­ma­not­standes als sym­bo­li­scher Akt sei hin­gegen reine Augen­wi­scherei. „Das kann doch nicht der Weg sein. Man könnte den Ein­druck haben, dass dieser Aus­druck von den Initia­toren bewusst gewählt wurde, um in der Bevöl­ke­rung Ängste zu schüren“, meint Annika Dresen, stell­ver­tre­tende Kreis­vor­sit­zende aus Werne.

Angst ist aus Sicht des CDU-Kreis­vor­standes kein guter Rat­geber. Daher setzen die Poli­tiker auf Ver­nunft und Ver­ant­wor­tungs­be­wusst­sein. Dazu Dresen: „Es sollte alles getan werden, was effi­zient ist. In den ver­gan­genen Jahren ist im Kreis Unna ja bereits viel erreicht worden. Öffent­liche Gebäude wurden für viel Geld unter ener­ge­ti­schen Gesichts­punkten saniert, der ÖPNV und auch der Rad­ver­kehr aus­ge­baut.“ „Sym­bol­po­litik lehnen wir ab. Die führt selten zum Ziel. Sinn­volle Maß­nahmen und Ent­schei­dungen mit Maß und Mitte begrüßen wir aus­drück­lich“, fasst Marco Morten Pufke die Posi­tion der CDU im Kreis Unna zusammen. Ein ent­spre­chender Antrag der CDU-Kreis­tags­frak­tion wurde bereits im Kreistag (2.7.) mit großer Mehr­heit beschlossen und wird nun von der Kreis­ver­wal­tung umge­setzt

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