CDU fordert schnellen Ausbau der Montanhydraulikstraße

In einer öffentlichen Fraktionssitzung des Holuwiockeder Bürgerblocks beantworte der Unnaer Rechtsanwalt Joachim Wastl (2.v.r.) die Fragen der Mitglieder und Gäste zum Planfeststellungsverfahren der Ostumgehung. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)

Treffen der Gegner der Ost­um­ge­hung mit dem Unnaer Rechts­an­walt Joa­chim Wastl (2.v.r.): Form­fehler schon bei der ersten Durch­sicht der Plan­un­ter­lagen. (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de)

Die CDU hat unab­hängig von einer mög­li­chen zeit­li­chen Ver­zö­ge­rung beim Bau der Ost­um­ge­hung jetzt den unver­züg­li­chen Beginn der Aus­bau­pla­nung für die Mon­tan­hy­drau­lik­straße sowie der Bereit­stel­lung der finan­zi­ellen Mittel dafür bean­tragt.

CDU-Spre­cher Frank Mar­kowski begründet diesen Antrag seiner Frak­tion damit, dass in diesem Jahr „der Bau­be­ginn des sechs­spu­rigen Aus­baus der B1 zur A40 mit dem ersten Bau­ab­schnitt zwi­schen Apler­becker Straße und kurz nach der Nord­straße auf einer Strecke von ca. 6,5 km“ erfolgt. Gestartet werde mit dem Neubau der Auto­bahn­brücke über die künf­tige A40. Mit der Umset­zung dieses Pro­jektes vom Bund beauf­tragt ist die DEGES.

Da der sechs­spu­rige Ausbau der A44 die neue Anschluss­stelle am Oel­pfad im zweiten Bau­ab­schnitt tan­giert, „for­dern wir die Ver­wal­tung auf, nach abge­schlos­sener Plan­fest­stel­lung für die L677n darauf zu drängen, dass die für den Bau der L677n erfor­der­li­chen Abstim­mungen zwi­schen Straßen NRW und DEGES mög­lichst früh­zeitig erfolgen“.

Ausbau schon seit Jahren „auf dem Schirm“

Ziel sei es, die Fer­tig­stel­lung der neuen Anschluss­stelle Holzwickede am Oel­pfad mit der Fer­tig­stel­lung der L677n zu errei­chen. „Der Ausbau der Mon­tan­hy­drau­lik­straße ist dabei zu berück­sich­tigen“, meint Frank Mar­kowski. „Diesen Ausbau haben wir ja schon seit Jahren auf dem Schirm.“

Im Gegen­satz zu den Grünen hält die CDU aber den Ausbau der Mon­tan­hy­drau­lik­straße nur für einen ersten Schritt. „Auf keinen Fall kann der Ausbau die Ost­um­ge­hung ersetzen“. Betont Mar­kowski. „Denn wir wollen ja mit der L677n die Gemein­de­mitte von Ver­kehr ent­la­sten.“

Auf keinen Fall kann der Ausbau die Ost­um­ge­hung ersetzen.“

Frank Mar­kowski, CDU-Frak­ti­ons­vor­sit­zender

Grünen-Spre­cher Fried­helm Klemp sieht das ganz anders: „Zusammen mit einer P+R-Anlage im Norden, der Schlie­ßung der Stehfen-, Rausinger- und Mas­sener Straße für Lkw wäre der Ausbau der Mon­tan­hy­drau­lik­straße aus­rei­chend, um den Norden zu ent­la­sten.“ CDU und SPD sollten auch langsam nach eigenen alter­na­tiven Lösungen für die Ver­kehrs­pro­bleme suchen, statt sich weiter an die Ost­um­ge­hung zu klam­mern, for­dert Klemp: „Die Ost­um­ge­hung wird sich noch auf viele Jahre ver­zö­gern“, ist das Rats­mit­glied der Grünen sicher.

Grünen-Sprecher glaubt nicht mehr an Ostumgehung

Schon bei der ersten Durch­sicht der Pla­nungs­un­ter­lagen haben sich Form­fehler gezeigt.“ Die Klagen von Holzwickeder Bür­gern haben bereits zu einer Ver­zö­ge­rung des Ver­fah­rens von min­de­stens zwei Jahren geführt. „Außerdem sind jetzt bis Anfang 2019 noch wei­tere Klagen mög­lich.“ Die Ver­wal­tungs­richter müssten jetzt auch ent­scheiden, ob die 20 Jahre alten Ver­kehrs­zahlen, die der Ent­schei­dung für die Ost­um­ge­hung zugrunde liegen über­haupt noch rele­vant sind.

Nach meinen Infor­ma­tionen beziehen genau darauf auch meh­rere Kläger“, sagt Fried­helm Klemp. „Und wenn das alles erle­digt ist, muss auch noch ein Land­wirt zwangs­ent­eignet werden.“ Aus diesem Grunde sollten sich SPD und CDU langsam anfangen nach Ver­kehrs­lö­sungen unab­hängig von der L 677n zu suchen.

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