Bilanz der Bußgeldstelle für 2015: Fahrverbote für fast 2.200 Raser

geschwindigkeitskontrollen, Polizei, Radar

2.157 Rasern im Kreis Unna wurden im Vor­jahr Fahr­ver­bote erteilt. (Foto: Polizei)

(PK) Am besten und sicher­sten läuft‘s im Stra­ßen­ver­kehr, wenn sich alle an die Regeln halten. Unbe­lehr­bare Raser werden durch die Geschwin­dig­keits­über­wa­chung aus­ge­bremst. Allein im ver­gan­genen Jahr ver­hängt der Kreis 2.157 Fahr­ver­bote gegen Raser und Drängler.

Das macht die Stra­ßen­ver­kehrs­be­hörde des Kreises nicht ohne Grund: „Zu schnelles Fahren ist der Killer Nummer eins im Stra­ßen­ver­kehr“, warnt Sach­ge­biets­leiter Thomas Brötz­mann und ver­weist auf aktu­elle Daten des Lan­des­in­nen­mi­ni­ste­riums. Danach fällt jeder dritte Ver­kehrs­tote zu hoher Geschwin­dig­keit zum Opfer.

Dass täg­lich auch auf den Straßen im Kreis Unna unver­ant­wort­lich schnell gefahren wird, zeigt ein Blick in die Sta­ti­stik der Behörde: Der schnellste Fahrer wurde auf der Hammer Straße in Bönen mit 117 Stun­den­ki­lo­me­tern gemessen. An dieser Stelle ist Tempo 50 erlaubt, der ertappte Ver­kehrs­sünder war also 67 Stun­den­ki­lo­meter zu schnell unter­wegs.

165.050 Ordnungswidrigkeiten insgesamt in 2015

Damit ist er leider nicht allein: Jeweils um mehr als das Dop­pelte über­schritten gleich meh­rere Ver­kehrs­teil­nehmer im Kreis­ge­biet die zuläs­sige Höchst­ge­schwin­dig­keit – unter anderem auf der Werner Straße in Selm, wo ein Fahrer mit 116 bei zuläs­sigen 50 km/​h geblitzt wurde, und auf der Kamener Straße in Werne. Hier hatte jemand 105 Stun­den­ki­lo­meter bei eben­falls erlaubten 50 auf dem Tacho.

Wie häufig Ver­kehrs­re­geln über­treten werden, macht die Gesamt­zahl der von Kreis-Mit­ar­bei­tern bear­bei­teten Ord­nungs­wid­rig­keiten klar: Sie stieg im ver­gan­genen Jahr von 132.600 (2014) auf 165.050.

Rund 124.600 dieser Ver­stöße wurden im ver­gan­genen Jahr durch die „Sta­ren­kä­sten“ (rund 42.470) und die mobile Geschwin­dig­keits­über­wa­chung (rund 82.130) des Kreises regi­striert. Beim Kreis werden dar­über hinaus die Ver­fahren der Tem­po­sünder bear­beitet, die die Polizei erwischt hat.

In den kreis­ei­genen Fahr­zeugen zur mobilen Geschwin­dig­keits­über­wa­chung lei­steten die Mit­ar­beiter im ver­gan­genen Jahr 7.936 (2014: 7.017) Ein­satz­stunden an 358 (2014: 350) Ein­satz­tagen.

Über­sicht über Stand­orte, an denen die größten Ver­stöße 2015 gemessen wurden:

Bilanz_​Bußgeld

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