Besitz eines Springmessers kostet Holzwickeder 1.000 Euro

Wegen des Ver­sto­sses gegen das Waf­fen­ge­setz hatte sich ein 57-jäh­riger Holzwickeder heute (19.4.) vor dem Amts­ge­richt in Unna zu ver­ant­worten.

Weil der Holzwickeder im Sommer vorigen Jahres in Ver­dacht stand, eine ver­bo­tene Waffe zu besitzen, war seine Woh­nung in Holzwickede durch­sucht worden, Dabei fanden die Beamten in einer Schub­lade ein Spring­messer mit einer immerhin 15 cm langen Klinge. Kein Spaß: Ein sol­ches Messer ist nach dem Waf­fen­ge­setz ver­boten. Wer damit erwischt wird, kann mit bis zu drei Jahren Haft bestraft werden.

Der Ange­klagte aus Holzwickede räumte heute vor Gericht auch ein, dass im dieses Messer gehört. Er habe es irgend­wann einmal geschenkt bekommen, in eine Schub­lade weg­ge­legt und danach voll­kommen ver­gessen. Dass er das Spring­messer nach dem deut­schen Waf­fen­ge­setz noch nicht einmal besitzen dufte, habe er nicht gewusst. „Ich bin ja nicht draußen damit her­um­ge­laufen.“ Der Ein­zie­hung des Mes­sers durch das Gericht stimmte er sofort zu.

Dass der 57-Jäh­rige das Spring­messer „ver­gessen“ und nicht genutzt hat, sprach natür­lich für ihn. Ebenso wurde zu seinen Gun­sten gewertet, dass er bis­lang kei­nerlei Vor­strafen hat und voll geständig war. Des­halb kam der Holzwickeder noch einmal glimpf­lich davon: Das Gericht stellte das Ver­fahren gegen ihn ein – gegen Zah­lung von 1.000 Euro an den För­der­verein der Grund­schule Lünern. Die Geld­strafe darf der 57-jäh­rige in sechs Raten zahlen.

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