Bericht im Fachausschuss: Energetische Verbesserung lohnt nicht immer

Duden

Die Licht­tech­nik in den Klassen­räu­men und die Heizungsan­lage soll ener­getisch verbessert wer­den: die Duden­roth­schule. (Foto: Peter Gräber)

Zum Auf­takt der Pla­nungs- und Bauauss­chuss-Sitzung am Dien­stagabend (29.9.) gab Bernd Raf­flen­beul für die Ver­wal­tung einen Zwis­chen­bericht über die ener­getis­chen Maß­nah­men an öffentlichen Gebäu­den in Holzwickede.

Nach Darstel­lung der Ver­wal­tung lohnen sich größere ener­getis­che Maß­nah­men an den meis­ten Gebäu­den aus wirtschaftlichen Grün­den nicht. Aus­nah­men bilden die Umrüs­tung der Klassen­räume der Duden­roth­schule auf mod­erne, energies­parende LED-Tech­nik. Die damit ver­bun­de­nen Kosten in Höhe von 21.000 Euro wür­den sich — eine Förderung voraus­ge­set­zt — nach 5,8 Jahren bezahlt machen. Auch die Beleuch­tung­stech­nik in der Turn­halle der Paul-Ger­hardt-Schule soll auf die mod­erne Licht­tech­nik umgerüstet wer­den. Eine Förderung voraus­ge­set­zt wür­den sich die Kosten von 8.400 Euro in 5,9 Jahren amor­tisieren. Für 17.500 Euro kön­nte auch die Licht­tech­nik der Nord-Turn­halle aus­ge­tauscht wer­den. Nach 8,1 Jahren würde sich dort die Umrüs­tung bezahlt machen.

Nur bei drei Vorhaben rechnet sich moderne Lichttechnik

Nur diese drei Vorhaben lassen sich nach Angaben der Ver­wal­tung in einem einiger­maßen über­schaubaren Zeitraum wirtschaftlich darstellen. Im näch­sten Jahr will die Ver­wal­tung die Förder­anträge stellen. Voraus­sichtlich im näch­sten Jahr kön­nte dann auch noch mit der Umrüs­tung begonnen wer­den.

Sanierungs­bedürftig ist auch die alte Heizungsan­lage der Duden­roth­schule. Dort ist aktuell bere­its die Regelung­stech­nik defekt. Ein Aus­tausch der Schaltschränke würde sehr teuer, da es Ersatz nicht mehr gibt und dieser speziell ange­fer­tigt wer­den nüsstem, so Bernd Raf­flen­beul.  “Ein einziger Schaltschrank würde 30.000 bis 35.000 Euro kosten. Wir bräucht­en aber drei Schränke.”  Deshalb soll die kom­plette Heizungsan­lage aus­ge­tauscht wer­den, die zeit­na­he ohne­hin aus­ge­tauscht wer­den müsste. Die alten Heizkessel und Brauch­wasser­spe­ich­er sind überdi­men­sion­iert.

Nach den Kosten­berech­nun­gen der Ver­wal­tung würde ein Aus­tausch der alten Tech­nik 1:1 gegen die mod­erne etwa 350.000 Euro kosten. Eine Mod­ernisierung der Heizung­stech­nik und Verteilung auf einen Stan­dort in der Schule und einen in der Turn­halle würde dage­gen mit 420.000 Euro deut­lich teur­er. Die Entschei­dung darüber, welche Vari­ante gewählt wird, dürfte in den kom­menden Klausurber­atun­gen fall­en.

Faz­it der Ver­wal­tung:  Die Gemeinde habe schon sehr viel getan in der Ver­gan­gen­heit zur Verbesserung der ener­getis­chen Bilanz ihrer öffentlichen Gebäude, so Bernd Raf­flen­beul. Weit­ere Maß­nah­men sollen kon­se­quent nach ein­er Kosten-Nutzen-Rech­nung durchge­führt wer­den. Darüber hin­aus sei natür­lich eine weit­ere Sen­si­bil­isierung der Nutzer erforder­lich und eine regelmäßige Ver­brauchs- und Kostenkon­trolle erforder­lich, um die Ver­bräuche und damit auch die Kosten zu senken.

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Dipl.-Journalist

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