Bei Streit im Pflegebereich: Ombudsleute sollen schlichten

Viele kennen ihn – den Streit um ver­meint­lich oder tat­säch­lich zuge­sagte oder ein­ge­kaufte Lei­stungen. Damit nicht alles vor Gericht landet, gibt es Schieds­leute. Der Kreis setzt nun auch im Bereich der Pflege auf ein sol­ches Modell.

Den Weg dafür machte der Kreistag am Dienstag frei. Wegen der räum­li­chen Aus­deh­nung und der Viel­zahl von Wohn- und Betreu­ungs­ein­rich­tungen wird der Kreis in zwei Bezirke unter­teilt. Die beiden dem­nächst gesuchten Ombuds­per­sonen sollen Mittler und Schlichter zwi­schen Anbie­tern von Pfle­ge­dienst­lei­stungen, den Pfle­ge­be­dürf­tigen und ihren Ange­hö­rigen sein.

Talent für unbürokratische Lösungen

Das Ver­mitt­lungs­an­gebot ist nie­der­schwellig, die Funk­tion ehren­amt­lich, die Pro­bleme man­ches Mal knifflig. Gesucht werden des­halb Men­schen mit Fin­ger­spit­zen­ge­fühl, Sach­ver­stand, neu­tralem Blick auf die vor­ge­tra­genen Pro­bleme, Sorgen und Nöte und einem Talent für auch unbü­ro­kra­ti­sche Lösungen.

Qualitätssicherung in der Pflege

Das Wohn- und Teil­ha­be­ge­setz ermög­licht seit 2014 die Benen­nung von Ombuds­per­sonen als Bau­stein zur Qua­li­täts­si­che­rung in der Pflege. Die Städ­te­Re­gion Aachen und auch der Kreis Düren haben bereits gute Erfah­rungen gemacht und das ehren­amt­liche Wogen­glätten zur Nach­ah­mung emp­fohlen. Im Kreis selbst spra­chen sich im Vor­feld der Kreis­tags­ent­schei­dung die Krei­s­se­nio­ren­kon­fe­renz und die Kon­fe­renz Pflege und Alter für die Schaf­fung einer Ombuds­stelle aus. (PK | PKU)

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