Bäder schreiben nachhaltig Verluste: Aber Gemeinde investiert weiter

Freibad Schöne Flöte

Auch in der kom­menden Saison rechnet die Gemeinde wieder mit rund 70.000 Besu­chern für das Freibad Schöne Flöte. Aber nur bei schönem Wetter herrscht Andrang an den Kassen. (Foto: Peter Gräber)

Die Bäder der Gemeinde sind und bleiben wohl auch ein Zuschuss­ge­schäft für die Gemeinde. Ein auch nur ansatz­weise ren­tier­li­cher Bade­be­trieb ist nur bei einer län­geren Schön­wetter-Periode mög­lich. Das wurde am Montag dieser Woche im Betriebs­aus­schuss deut­lich, wo der Leiter des kom­mu­nalen Eigen­be­triebes Was­ser­ver­sor­gung, Stefan Peters­mann, die Jah­res­er­folgs­rech­nung 2013 und den Wirt­schafts­plan für 2015 für den Eigen­be­trieb Was­ser­ver­sor­gung vor­legte. Für die nächste Saison kün­digte der Bäder­chef eine mode­rate Preis­er­hö­hung für die Schöne Flöte an. Genaue Zahlen will er im Früh­jahr vor­legen.

Gemeinde erstattet 220.000 Euro: Verlust viel größer

Wie Peters­mann dar­legte, haben sich in der abge­lau­fenen Saison die Besu­cher­zahlen in der Bäder­sparte wegen des bes­seren Wet­ters sogar leicht ver­bes­sert gegen­über dem Vor­jahr. Im Freibad Schöne Flöte waren vor allem der Juli (32.595 Besu­cher) und der August (20.047 Besu­cher) starke Monate nach einem schwa­chen Sai­son­start. Am Sai­son­ende stand nach Abzug aller Auf­wen­dungen in Höhe von rund 1.07 Mio. Euro trotzdem wieder ein Ver­lust von rund 650.000 Euro für den Bäder­be­trieb (Freibad und Klein­schwimm­halle). Da die Ver­luste des Bäder­be­triebes den Ertrag der Was­ser­ver­sor­gung min­dern, ergibt sich ein Steu­er­vor­teil. Unter Berück­sich­ti­gung dieses Steu­er­vor­teils min­dern sich die Ver­luste der Bäder­sparte auf rund 514.000 Euro. Diese Summe müsste die Gemeinde Holzwickede eigent­lich zuschießen. Auf­grund der Haus­halts­si­che­rung hatte der Gemein­derat jedoch eine Decke­lung der Ver­lusterstat­tung auf 275.000 Euro beschlossen. In Abstim­mung mit dem Gemein­de­käm­merer soll die Gemeinde aber auch davon nur die Min­de­sterstat­tung in Höhe von rund 220.000 Euro erstatten.

Ein Defizit in ähn­li­cher Höhe für den Bäder­be­trieb weist auch der Wirt­schafts­plan der Was­ser­ver­sor­gung für das kom­mende Jahr aus. Kal­ku­liert wird unver­än­dert mit rund 70.000 Besu­chern und Ein­nahmen in Höhe von 168.000 Euro. In der Klein­schwimm­halle hofft der Bäder­chef auf 17.000 Euro Ein­nahmen. Für die kom­mu­nale Was­ser­ver­sor­gung kal­ku­liert Peters­mann mit einem Ertrag von 412.600 Euro bei gleich­zei­tigen Auf­wen­dungen von rund 1.04 Mio. Euro. Auch näch­stes Jahr will der Bäder­chef weiter inve­stieren in das Freibad Schöne Flöte: Das Ein­gangs­ge­bäude soll Frei­bades eine neue Fen­ster­front und der Kiosk eine neue Lüf­tung erhalten sowie die Elek­trik des Gebäudes weiter moder­ni­siert werden (ins­ge­samt rund 111.000 Euro). Wei­tere 44.000 Euro sollen in die Außen­an­lage und einen neuen Becken­bo­den­sauger inve­stiert werden.

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