Auftakt zum Neubau am Rathaus: 100.000 Euro für Architekten-Wettbewerb

Rathaus

Die Erwei­te­rung des Rat­hau­ses soll end­lich in Angriff genom­men wer­den. Die SPD will 100.000 Euro für einen Pla­ner-Wett­be­werb näch­stes Jahr bereit­stel­len: das alte Rat­haus mit der Was­ser­er­sor­gung am Markt. (Foto: Peter Grä­ber)

Die Haus­halts­la­ge der Gemein­de Holzwicke­de ist bekann­ter­ma­ßen sehr ange­spannt. Noch immer befin­det sich die Gemein­de in der Haus­halts­si­che­rung. Den­noch wol­len Bür­ger­mei­ster Jenz Rother und die SPD-Frak­ti­on jetzt einen neu­en Anbau am Rat­haus ange­hen. Auch die übri­gen Frak­tio­nen schei­nen nicht abge­neigt.

Wie SPD-Frak­ti­ons­chef Micha­el Klim­ziak erklärt,  hat sich die SPD in ihren Klau­sur­be­ra­tun­gen dar­auf ver­stän­digt, 100.000 Euro zur Durch­füh­rung eines Archi­tek­ten-Wett­be­werbs zur Erwei­te­rung des alten Rat­hau­ses im Haus­halt 2015 bereit­zu­stel­len.

Unter­brin­gung der Ver­wal­tung völ­lig unzu­rei­chend

Dass die Unter­brin­gungs­si­tua­ti­on der Gemein­de­ver­wal­tung völ­lig unzu­rei­chend ist, dar­über sind sich alle Par­tei­en im Rat ein. Die Ämter und Fach­be­rei­che sind über meh­re­re, teils bau­fäl­li­ge Gebäu­de ver­streut: Das Bür­ger­bü­ro in der Allee 4 muss kann nicht in dem ehe­ma­li­gen Spar­kas­sen­ge­bäu­de blei­ben, weil der Miet­ver­trag aus­ge­lau­fen ist. Noch ist offen, wohin mit dem publi­kums­in­ten­si­ven Bür­ger­bü­ro. Die Käm­me­rei ist in dem maro­den Gebäu­de an der Ecke Allee/Poststraße unter­ge­bracht. Die Kul­tur­ab­tei­lung und die sozia­len Dien­ste resi­die­ren in einem wei­te­ren Gebäu­de in der Post­stra­ße 4 und in auf­ge­stell­ten Con­tai­nern. Die tech­ni­schen Dien­ste sind wie­der­um in der Allee 10 unter­ge­bracht und der Eigen­be­trieb Was­ser­ver­sor­gung in einem Flach­bau am Markt 4. Das alte Rat­haus selbst ist nicht behin­der­ten­ge­recht aus­ge­legt. Roll­stuhl­fah­rer müs­sen lei­der drau­ßen blei­ben und kön­nen den Sit­zungs­saal oder den Bür­ger­mei­ster nicht errei­chen.

Plä­ne für einen groß­zü­gi­gen Erwei­te­rungs­bau rund um das gan­ze Kar­ree lie­gen beim Bür­ger­mei­ster schon seit Jah­ren in der Schub­la­de. Wegen der schwie­ri­gen Finanz­la­ge der Gemein­de war an eine Rea­li­sie­rung der Pla­nung aber über­haupt nicht zu den­ken. Alle Vor­stö­ße der Ver­wal­tungs­spit­ze, zumin­dest Geld für Pla­nungs­ko­sten in die Haus­hal­te ein­zu­stel­len, schei­ter­ten am Veto der Poli­tik und lee­ren Kas­sen. Doch jetzt zum Ende der Amts­zeit von Jenz Rother soll nun end­lich doch noch der Start­schuss für einen meh­re­re Mil­lio­nen Euro teu­ren Erwei­te­rungs­bau am Rat­haus gege­ben wer­den.

70 Pro­zent För­de­rung vom Land in Aus­sicht 

Nach unse­ren Infor­ma­tio­nen gibt es eine münd­li­che Zusa­ge des Regie­rungs­prä­si­den­ten auf eine 70-pro­zen­ti­ge För­de­rung“, begrün­det Micha­el Klim­ziak, war­um die SPD nun den Anbau  ange­hen will. In der Ver­gan­gen­heit gab es ver­schie­de­ne Über­le­gun­gen zur Lösung der Unter­brin­gungs­si­tua­ti­on der Ver­wal­tung gab, u.a. war auch die Aloy­si­us­schu­le im Gespräch. „Doch jetzt gibt es die­sen ganz neu­en Ansatz. Wenn es die För­de­rung wirk­lich gibt, ist das eine ein­ma­li­ge Chan­ce, die wir nut­zen soll­ten“, meint Klim­ziak. „Die Räum­lich­kei­ten der Ver­wal­tung sind mehr als ver­bes­se­rungs­wür­dig.“

Inve­sti­ti­ons­vo­lu­men von sechs bis sie­ben Mil­lio­nen Euro

Die  100.000 Euro für den Pla­ner-Wett­be­werb stel­le die SPD aber aus­drück­lich „mit der Maß­ga­be bereit, dass es eine ver­bind­li­che Zusa­ge der För­de­rung“ gibt, so der SPD-Frak­ti­ons­chef.  „Wenn es die tat­säch­lich gibt, soll­ten wir ernst­haft über einen neu­en Anbau nach­den­ken.“  Die SPD wol­le dann „kei­ne Luxus­lö­sung“, son­dern eine bezahl­ba­re zweck­mä­ßi­ge Erwei­te­rung. „Durch einen Neu­bau eröff­net sich natür­lich ein gro­ßes Ent­wick­lungs­po­ten­zi­al. Die Was­ser­ver­sor­gung muss inte­griert wer­den und auch ein öffent­li­ches WC. Den genau­en Raum­be­darf muss jetzt aber zunächst die Ver­wal­tung ermit­teln.“ Klim­ziak geht von einem Inve­sti­ti­ons­vo­lu­men von sechs bis sie­ben Mil­lio­nen Euro für die Rat­haus­er­wei­te­rung aus. Als Eigen­an­teil ver­blie­ben dann immer­hin noch 1,8 bis 2,1 Mil­lio­nen Euro bei der Gemein­de.

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Dipl.-Journalist

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