Anwalt beleuchtet NSU und Rolle der Behörden: „Empörung allein reicht nicht!“

Der NSU-Pro­zess gehört zu den wich­tig­sten Ver­fahren der deut­schen Nach­kriegs­ge­schichte. Doch was ist das Urteil wert, wenn die Hin­ter­gründe der Mord­serie nicht lückenlos auf­ge­klärt werden? „Empö­rung allein reicht nicht“, sagt Mehmet Dai­ma­güler. Er ist einer der bekann­te­sten Opfer­an­wälte in Deutsch­land und ana­ly­siert in einem Vor­trag am Freitag, 5. Oktober die Rolle der deut­schen Behörden bei der Ent­ste­hung der Neo­nazi-Szene.

Mehmet Dai­ma­güler ver­trat in dem NSU-Ver­fahren die Geschwi­ster von Abdur­rahim Özüd­oĝru, der 2001 ermordet wurde, und die Tochter von Ismail Yaşar, den der NSU 2005 erschossen hatte. In Unna ist er auf Ein­la­dung des Kom­mu­nalen Inte­gra­ti­ons­zen­trums (KI) Kreis Unna und der Volks­hoch­schule (VHS) Unna Frön­den­berg Holzwickede zu Gast.

Vortrag für Oberstufen der Schulen ohne Rassismus 

Der Vor­trag mit anschlie­ßender Gesprächs­runde richtet sich an Jugend­liche der Ober­stufe der Schulen mit dem Titel „Schule ohne Ras­sismus – Schule mit Cou­rage“ im Kreis Unna und an inter­es­sierte Bür­ge­rinnen und Bürger.

Die Ver­an­stal­tung findet am Freitag, 5. Oktober von 11 bis 13 Uhr im Kultur- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­zen­trum Lin­den­brauerei, Rio-Reiser-Weg in Unna statt. Anmel­de­schluss ist am 28. Sep­tember. Ansprech­part­nerin für die Schul­an­mel­dungen ist Sevgi Kahraman-Brust vom KI Kreis Unna, Tel. 0 23 07 /​92 488 – 74, E-Mail: sevgi.kahraman-brust@kreis-unna.de.

Andere Inter­es­sierte können sich bei Rita Wei­ssen­berg von der VHS unter Tel. 0 23 03 /​103 – 714 oder über die Inter­net­seite www.vhs-zib.de anmelden. PK | PKU

Termin: Freitag (5. Oktober) 11 bis 13 Uhr, Lin­den­brauerei, Rio-Reiser-Weg in Unna

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