Anlieger werden für neuen Gehweg an Rausinger Straße zur Kasse gebeten

Auf der südlichen Seite der Rausinger Straße (re.) soll für rund 280 000 Euro ein neuer Gehweg entstehen - vorausgesetzt die Anwohner tragen die Hälfte dieser Kosten mit. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.de)

Auf der süd­li­chen Sei­te der Rausin­ger Stra­ße (re.) soll für rund 280 000 Euro ein neu­er Geh­weg ent­ste­hen — vor­aus­ge­setzt die Anwoh­ner tra­gen die Hälf­te die­ser Kosten mit. (Foto: P. Grä­ber — Emscherblog.de)

Der Antrag der SPD, an der Rausin­ger Stra­ße einen Geh­weg vom Neu­bau­ge­biet Caro­li­ne bis zur Gar­ten­stra­ße anzu­le­gen, ist schon ein­ein­halb Jah­re alt, der ursprüng­li­che Antrag sogar noch viel älter. Das Geld dafür liegt im Haus­halt bereit und auch auf eine Pla­nung hat man sich schon weit­ge­hend ver­ab­re­det. Im Pla­nungs- und Bau­aus­schuss am Diens­tag stell­te Fach­be­reichs­lei­ter Uwe Nett­len­busch drei Plan­va­ri­an­ten für den Geh­weg vor.

Wobei sich die ein­zel­nen Vari­an­ten nur um die Zahl der Stell­plät­ze mini­mal unter­schei­den:

  • Die Erneue­rung des Geh­we­ges soll nur auf der süd­li­chen Sei­te erfol­gen
  • Die Grund­stücks­gren­zen sol­len über­prüft wer­den, damit die Geh­weg­füh­rung opti­mal aus­ge­nutzt wer­den kann
  • Das Licht­raum­pro­fil der Rausin­ger Stra­ße soll ver­rin­gert wer­den
  • Es soll trotz­dem kei­ne Nut­zungs­ein­schrän­kung für den land­wirt­schaft­li­chen Ver­kehr geben

Beim Aus­bau des Geh­we­ges auf der süd­li­chen Stra­ßen­sei­te soll auf den vor­han­de­nen Bau­be­stand Rück­sicht genom­men wer­den. Da es für einen Ra d- und Geh­weg kei­ne aus­rei­chen­den Flä­chen gibt, soll der Rad­weg nicht sepa­rat ange­legt wer­den. Viel­mehr wer­den die Rad­fah­rer auf der Stra­ße geführt. Ins­ge­samt ergibt sich durch Anla­ge des Geh­we­ges eine Ver­än­de­rung des Stra­ßen­cha­rak­ters, so die Ver­wal­tung. Dies und die Anla­ge von Park­plät­zen wer­den zu einer Redu­zie­rung der Schwer­last­ver­keh­re sowie einer ange­pass­ten Nut­zung durch Pkw und Lkw füh­ren, hofft die Ver­wal­tung.

Neuer Straßencharakter für rund 280 000 Euro

Ob es jedoch dazu kom­men wird, ist noch sehr frag­lich. Zwar spra­chen sich alle Frak­tio­nen bis auf die CDU für die Anla­ge des Geh­we­ges aus. Win­zig die CDU lehn­te das Vor­ha­ben ab mit der Begrün­dung: Zunächst müss­ten alle Lkw aus der Rausin­ger­stra­ße ver­bannt sein. Doch das gan­ze Vor­ha­ben hat einen Haken:

Die geschätz­ten Gesamt­ko­sten für den Geh­weg belau­fen sich auf rund 280 000 Euro brut­to. Genau die Hälf­te die­ser Kosten müs­sen die Anlie­ger nach dem Kom­mu­nal­ab­ga­ben­ge­setz (KAG) aus eige­ner Tasche bezah­len. Denn die Kosten­be­tei­li­gung ist zwin­gend Vor­schrift. Dass die Anlie­ger zur Kosten­be­tei­li­gung bereit sind war denn auch zwin­gen­de Vor­aus­set­zung für den Beschluss der Poli­tik, die den Anwoh­nern einen Geh­weg nicht gegen ihren erklär­ten Wil­len auf­drücken möch­te.

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visage

Dipl.-Journalist

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