Angeklagter erschien nicht vor Gericht: 800 Euro Geldstrafe wegen Körperverletzung

Eigentlich hätte der 37 Jahre alte Holzwicked­er heute (3. März) vor dem Amts­gericht Unna erscheinen sollen,  um sich wegen Kör­per­ver­let­zung und Nöti­gung zu ver­ant­worten. Doch wed­er der Angeklagte noch mögliche Zeu­gen erschienen vor Rich­terin Sarah Malcherek. Die fack­elte nicht lange und verurteilte den 37-jähri­gen Angeklagten in Abwe­sen­heit zu ein­er Geld­strafe von 800 Euro.

Was die Anklage dem Holzwicked­er vor­warf:  Der ein­schlägig vorbe­strafte 37-Jährige soll am frühen Abend des 25. Feb­ru­ar vorigen Jahres im Keuzungs­bere­ich Bahn­hof-, Nord­straße und Allee einen Bekan­nten getrof­fen haben, der ver­meintlich schlecht über ihn gere­det hat­te. Prompt ver­passte der 37-Jährige seinem Bekan­nten drei Faustschläge, der sich daraufhin eine Platzwunde am Kopf zuzog. Kurze Zeit später, so die Anklageschrift weit­er, machte sich der Angeklagte dann auch noch zum Wohn­haus seines Bekan­nten auf und forderte dessen Mut­ter laut­stark auf, ihren Sohn zu ihm her­auszuschick­en. „Son­st schlage ich die ganze Fam­i­lie tot“, soll er seine Forderung unter­mauert haben.

Inzwis­chen sollen sich alle Beteiligten wieder ver­tra­gen haben, wie es heißt. Wohl auch deshaer­schoien nicht vor Gericht: es heute kein­er der Beteiligten für nötig,  heute vor Gericht zu erscheinen. Am Sachver­halt ändert das jedoch nichts, da es sich beim Tatvor­wurf um ein Offizialde­likt han­delt, das die Staat­san­waltschaft von Amts wegen ver­fol­gen muss. Die Geld­strafe für den 37-jähri­gen Angeklagten erfol­gte dann auch prompt im Wege eines Straf­be­fehls.

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visage

Dipl.-Journalist

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