Aktionskreis trauert: Pater Beda ist tot

Pater Beda in Brasilien

Pater Beda (†) setzte sich in Bra­si­lien beson­ders für die Kinder der armen Land­be­völ­ke­rung ein und gab ihnen über ver­schie­dene Pro­jekte eine Per­spek­tive. (Foto: Akti­ons­kreis Pater Beda)

Der Akti­ons­kreis und die Men­schen in der Emscher­ge­meinde trauern: Pater Beda ist tot. Der Fran­zis­ka­ner­pater ist nach Mit­tei­lung des gleich­na­migen Akti­ons­kreises am Sonntag (16.8.) nach langer schwerer Krank­heit ver­storben.

Pater Beda wurde am 24. Dezember 1934 in Opher­dicke als Linus Wil­helm Vicker­mann und zweites von sieben Kin­dern geboren. Er besuchte die Volks­schule in Holzwickede und anschlie­ßend das Gym­na­sium in Unna. In Opher­dicke wurde er Mess­diener. Am 1. März 1951 wurde er Küster der St.-Stephanus-Gemeinde in Opher­dicke. Im Herbst 1951 zog die Familie nach Apricke bei Hemer, weil die Eltern dort einen grö­ßeren Hof pach­teten. Hier wurde Pater Beda Leiter der Pfarr­ju­gend in Hüingsen bei Menden, wo er eine Begeg­nung mit zwei Fran­zis­ka­nern hatte, die als Mis­sio­nare in Nordost-Bra­si­lien arbei­teten. Sein Novi­ziat begann er 1956 bei den Fran­zis­ka­nern im Klo­ster Bardel nahe Bad Bent­heim und Gronau.

Pater Beda

Pater Beda (†), wie ihn die Men­schen in Bra­si­lien kannten und liebten – und nicht nur dort. (Foto: Akti­on­kreis Pater Beda)

1962 emp­fing er die Prie­ster­weihe in der Kolst­er­kirche von Sal­vador in Bra­si­lien durch Kar­dinal-Erz­bi­schof Álvaro da Silva . Drei Jahre lang war Pater Beda Reli­gi­ons­lehrer an der Real­schule in Met­tingen und am Goethe-Gym­na­sium in Ibben­büren. 1968 kehrte er nach Bardel zurück und wurde von dort aus zu einer Stimme der Armen in Bra­si­lien. 1984 wurde der „Akti­ons­kreis Pater Beda für Ent­wick­lungs­ar­beit“ gegründet. Mit der Absicht, „schnell und unkom­pli­ziert zu helfen“, unter­stützt der Akti­ons­kreis heute Fran­zis­kaner und andere Ordens­leute und Sozi­al­pro­jekte in Bra­si­lien. Zur Finan­zie­rung seiner sozialen Hilfs­pro­jekte in Bra­si­lien finden zum Bei­spiel auch in der Gemeinde Holzwickede, der er stets herz­lich ver­bunden blieb, seit vielen Jahren schon regel­mäßig regel­mäßig Alt­pa­pier-Samm­lungen statt.

Pater Beda erhielt im November 2003 das Bun­des­ver­dienst­kreuz am Bande für seinen uner­müd­li­chen Ein­satz um die Armen und Unter­pri­vi­le­gierten aus­ge­zeichnet.

In einer gemein­samen Erklä­rung der Fran­zis­kaner und des Akti­ons­kreises am Montag zum Tod von Pater Beda heißt es: „Die Kraft für seinen uner­müd­li­chen und selbst­losen Ein­satz hat er aus der Freude und Hin­wen­dung der Armen geschöpft. Die Lebens­wirk­lich­keit der Men­schen im Nord­osten Bra­si­liens wurde zu seiner Heimat und hat ihn in seiner Arbeit tief geprägt. Dadurch sind viel­fäl­tige Bezie­hungen ent­standen und wert­volle Glau­bens­zeug­nisse mög­lich geworden. Als Brot für viele Men­schen hat Pater Beda das Christ­sein glaub­haft vor­ge­lebt und uns gezeigt, dass letzt­lich nur die Liebe zählt.“

Der Trau­er­got­tes­dienst und die Bei­set­zung finden am Samstag (22.8.2015) ab 11 Uhr im Klo­ster Bardel statt.

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