Ärger um Erschließung der neuen Kita auf Festplatz programmiert

Diese Skizze zeigt, wie die Erschließung des neuen Kindergartens auf dem Festplatz geplant ist: Unten links der Standort der eingeschossigen vierzügigen Kita (rot schraffiert) und oben die geplante Zufahrt von der Hamburger Allee über die Zufahrt des Spar- und Bauvereins auf den großen Parkplatz und weiter über den Zugang für Mitarbeiter und Besucher der Kita. (Skizze: Gemeinde Holzwickede)

Diese Skizze zeigt, wie die Erschlie­ßung des neuen Kin­der­gar­tens auf dem Fest­platz geplant ist: Unten links der Standort der ein­ge­schos­sigen vier­zü­gigen Kita (rot schraf­fiert) und oben die geplante Zufahrt von der Ham­burger Allee über die Zufahrt des Spar- und Bau­ver­eins auf den großen Park­platz und weiter über den Zugang für Mit­ar­beiter und Besu­cher der Kita. (Skizze: Gemeinde Holzwickede)

Ohne Gegen­stimmen sprach sich der Gemein­derat am Don­ners­tag­abend für eine Ände­rung des Bebau­ungs­planes „Gemeind­liche Mitte“ aus und machte damit den Weg frei für den Neubau eines vier­zü­gigen Kin­der­gar­tens am Rande des Fest­platzes frei. Die Grünen im Rat erhielten sich der Stimme. Doch wer glaubt, dass sich der neue Kin­der­garten nun­mehr rei­bungslos auf dem Fest­platz inte­grieren wird, sah sich trotz poli­ti­scher Ein­mü­tig­keit bereits in der Rats­sit­zung getäuscht.

So sah sich CDU-Frak­ti­ons­chef Frank Mar­kowski mit Blick auf den vor­läu­figen Pla­nungs­ent­wurf genö­tigt, daran zu erin­nern, dass „das Schüt­zen­fest auf keinen Fall beein­träch­tigt werden darf“. Dies sei Bedin­gung für seine Frak­tion gewesen, als sie die Fläche für den Kita-Neubau vor­ge­schlagen hat.

Uwe Nett­len­busch, Leiter der Tech­ni­schen Dienste der Gemeinde, erklärte dar­aufhin, dass der nun­mehr vor­lie­gende Ent­wurf für die Erschlie­ßung der Kita „mit allen Betei­ligten abge­stimmt ist“, dar­unter auch mit den Schützen. Den Schützen sei zuge­sagt worden, ein Hoch­beet, das momentan noch im Bereich der spä­teren Zuwe­gung zur Kita liegt, zu ent­fernen. Außerdem bedeutet die mit 810 m2 in der Plan­skizze ein­ge­zeich­nete Fläche nicht, dass diese Fläche später auch voll­ständig für Park­plätze in Anspruch genommen wird. Auch der Spar- und Bau­verein, dem die für den Hol- und Bring­ver­kehr der Kita genutzte Zufahrts­be­reich gehöre sowie die Eigen­tümer des dahinter lie­genden Edeka-Marktes hätten keine Ein­wände gegen die geplante Erschlie­ßung vor­ge­bracht.

Mieter des Spar- und Bauvereins legen Veto ein

Den­noch wird es noch wei­teren Wider­stand gegen die geplante Erschlie­ßung der Kita geben, wie sich in der Bür­ger­fra­ge­stunde nach der Rats­sit­zung zeigte. Denn dort kün­digte Werner Lügger, ein Mieter aus dem direkt an der Zufahrt gele­genen Wohn­block, im Namen auch der anderen etwa 150 Mieter sein Veto dagegen an, dass die Gemeinde die Zufahrt des Spar- und Bau­ver­eins für die Kita nutzen will. „Die Mieter hier sind alle nicht bereit, die Zufahrt für den Kin­der­garten nutzen zu lassen.“ Lügger begrün­dete das mit nicht nur mit Sicher­heits­be­denken. „Auch der Zulie­fer­ver­kehr für Edeka stellt mor­gens schon alles zu. Da würde das Chaos aus­bre­chen.“ Werner Lügger, will auch als Mit­glied der Genos­sen­schaft bei der näch­sten Ver­samm­lung den Vor­stand zur Rede stellen und gegen die Zustim­mung des Spar- und Bau­ver­eins pro­te­stieren.

Damit dürfte die Gemeinde in einem Dilemma stecken und sich ein dau­er­haftes Ver­kehrs­pro­blem auf dem Fest­platz ein­ge­han­delt haben. Denn ursprüng­lich sollte die Zufahrt zur neuen Kita auf der anderen Seite über die bereits dort vor­han­dene Zuwe­gung erfolgen. Auf Druck und Pro­test der Anlieger dieser Seite, die ver­nünf­tige Argu­mente wie Platz­mangel vor­bringen konnten, wurde die Erschlie­ßung auf der anderen Seite gewählt. Da der Fest­platz – abge­sehen von den vier Tagen Schüt­zen­fest im Jahr – auch quer durch die Mitte zu befahren ist, befürchten die Nach­barn, dass der Hol- und Bring­ver­kehr zum Kin­de­garten später chao­tisch über beide Zufahrten links und rechts sowie quer durch die Mitte des Fest­platzes erfolgen wird: „So wird ja jetzt auch schon teil­weise gefahren. Die Eltern werden später auch daher fahren, wo Platz ist und es am schnell­sten für sie geht“, meint ein Anlieger.

Print Friendly, PDF & Email

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.