60 Jahre und kein bisschen leise: Paul-Gerhardt-Schule feiert großes Schulfest

Mit einem großen Schulfest feierte die Paul-Gerhardt-Schule in Hengsen heute ihren 60. Geburtstag. (Foto: P. Gräber - Emscherblog.,de)

Mit einem großen Schul­fest fei­erte die Paul-Ger­hardt-Schule in Hengsen heute ihren 60. Geburtstag. (Foto: P. Gräber – Emscherblog.de)

Ein großes Fest zum 60. Geburtstag fei­erte heute die Familie der Paul-Ger­hardt-Schule, die damit älter als die Gemeinde Holzwickede ist. Noch bis vor wenigen Jahren gehörte das Adjektiv „kleine“ quasi zum Namen der Paul-Ger­hardt-Schule. Doch diese Zeiten sind vorbei. Die Hengser Grund­schule ist erwachsen geworden, was nicht nur die lau­fenden Arbeiten zur not­wen­digen Erwei­te­rung belegen, son­dern auch die Schar der kleinen und großen Besu­cher beim heu­tigen Schul­fest ein­drucks­voll unter­streicht.

Zum Auf­takt heute um 8.45 Uhr gab es einen „Baustellen“-Gottesdienst mit Pfarrer Chri­stian Bald von der evan­ge­li­schen und Gemein­de­re­fe­rent Bern­hard Rath von der katho­li­schen Kir­chen­ge­meinde. Für die Gemeinde sprach Käm­merer Rudi Grümme ein freund­li­ches Gruß­wort. Er ver­trat die Gemein­de­spitze um Bür­ger­mei­sterin Ulrike Drossel und den Bei­geord­neten Bernd Kasischke, die mit einer großen Rats­de­le­ga­tion an diesem Wochen­ende in der fran­zö­si­schen Part­ner­stadt Lou­viers weilen. Aber auch Schul­rätin Chri­stine Rauser und Astrid Backs, die Schul­pfleg­schafts­vor­sit­zende der Schule spra­chen ein paar Worte. Nach etwa 20 Minuten Reden war der für die Kinder eher lang­wei­lige offi­zi­elle Teil beendet. Es gab eine Tanz­dar­bie­tung der PGH-Kinder. Im Rahmen der Got­tes­dienst hatten die Kinder einige Tauben in den Himmel auf­steigen lassen, ver­bunden mit ihren Wün­schen für das zukünf­tige Schul­leben in den erwei­terten Räum­lich­keiten.

Auf ein wei­teres offi­zi­elles Pro­gramm wurde ganz bewusst ver­richtet. „Es soll ein fest für die Kinder sein, die spüren sollen, dass ihre Schule etwas ganz Beson­deres ist“, erläu­tert Schul­leiter Magnus Krämer.

Folg­lich gab es bis zum Mittag eine ganze Reihe attrak­tiver Spiel­ak­tionen, dar­unter ein Bob­bycar-Par­cours, eine Hüpf­burg, ein kleines Fuß­ball­feld, Schmin­kak­tionen, ein Schul­quiz und vieles mehr. Aber auch die Hunde- und Lego­technik-AG hatten zu Vor­füh­rungen gebeten.

Spielaktionen, Historisches und ein Schulfilm

Wil­helm Hoch­gräber, der zum ersten Jahr­gang der am 10. Oktober 1958 gegrün­deten Paul-Ger­hardt-Schule gehört, hatte sich in der ersten Etage mit wei­teren Mit­schü­lern von damals ver­sam­melt, um in zwei Kurz­vor­trägen daran zu erin­nern, wie sich die Schule zum dem wurde, was sie heute ist. Aber auch über die benach­barte Kel­ler­schule wusste der Lokal­hi­sto­riker Inter­es­santes zu berichten. Wil­helm Hoch­gräber ist außerdem dabei, ein großes Klas­sen­treffen der ersten drei Jahr­gänge der Schule zu orga­ni­sieren, das im Herbst statt­finden soll.

In der kleinen Aula der Schule lief ein Film in Dau­er­schleife, den Axel de la Cruz, Fil­me­ma­cher und Vater, eigens zu diesem Anlass erstellt hatte.

Gegen 13 Uhr klang das Fest dann langsam aus. Zum Abschluss gab es noch eine kleine Füh­rung zum neuen Standort des schul­ei­genen Bie­nen­standes auf dem nahen Trup­pen­übungs­platz. Der Umzug war nötig geworden, weil das Grund­stück mit dem alten Standort ver­äu­ßert worden ist, wie Magnus Krämer erklärt. „Wir sind sehr dankbar dafür, dass die Bun­des­wehr uns einen neuen Platz für den Bie­nen­stand zur Ver­fü­gung gestellt hat.“ Finan­ziert hat die ziem­liche auf­wän­dige Umsied­lung der Bienen die Dort­munder Dr. Gustav-Bauckloh-Stif­tung, die auch schon die Ein­rich­tung der alten Schu­lim­kerei bezahlt hatte. „Leider ist der Stand noch nicht ganz fertig gew9o0rden und es sind auch noch keine Bienen da“, bedau­erte Krämer, der auch die Rolle des Schu­lim­kers innehat. „Aber immerhin gibt es heute schon etwas zu sehen.“

Bienenstand zum neuen Standort umgesiedelt

In ein paar Tagen werden dann die beiden Stöcke mit ihren jeweils etwa 50 000 Bienen starken Völ­kern umziehen. 50 bis 100 Kilo­gramm sind diese Bie­nen­stöcke schwer und damit durchaus kein Leicht­ge­wicht. Ergänzt wird der Bie­nen­stand auch noch durch eine Hum­mel­her­berge und ein Insek­ten­hotel. Michelle Seeger vom zustän­digen Bun­des­wehr-Dienst­lei­stungs­zen­trum (BwDLZ) Mün­ster ver­spricht: „Aus unserer Sicht spricht erst einmal nichts dagegen, dass der Bie­nen­stand hier dau­er­haft stehen bleibt. Es trifft sich ganz gut, dass die Bun­des­wehr ohnehin auf ihren Trup­pen­übungs­plätzen das Vor­kommen von Bienen för­dern will.“ Gemeinsam mit Stand­ort­feld­webel Greffin nahm sie an der offi­zi­ellen Über­nahme des neuen Bie­nen­standes teil.

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