Holzwickeder Sommer und Zeitreise durch das Mittelalter

Die Schwerter Söldner werden auch einen Ein­blick in die Schwert­kampf­kunst des Mit­tel­al­ters geben beim Holzwickeder Sommer. (Foto: privat)

Viele Ver­eine, die noch im Vor­jahr dabei waren, haben in diesem Jahr abge­sagt. Und auch die Schulen und Kitas sind in den Ferien nur schwer zu mobi­li­sieren, wes­halb die Ver­an­stal­tung im kom­menden Jahr auch erst nach den großen Ferien statt­finden soll. Des­halb dürfte das gastro­no­mi­sche Angebot beim Holzwickeder Sommer wohl etwas Über­ge­wicht haben. Das kul­tu­relle Angebot kann sich jedoch sehen lassen: auf der Bühne auf dem Markt­platz und auch im Emscher­park, wo der Mit­tel­al­ter­markt sogar noch bis Sonntag (27. August) statt­finden wird.

Offi­ziell eröffnet wird der Holzwickeder Sommer am Freitag (25. August) um 17 Uhr durch Bür­ger­mei­sterin Ulrike Drossel, den Kul­tur­aus­schuss­vor­sit­zenden Michael Klim­ziak und Kinder des Fami­li­en­zen­trums Löwen­zahn. Ab 20 Uhr spielt dann die Band „Second Hand“ auf der Bühne auf dem Markt­platz. Dort eröffnet am Samstag (26. August) dann der „Chor ohne Namen“ das Büh­nen­pro­gramm, gefolgt von dem saar­län­di­schen Chanson-Trio „Die Schoenen“, die ab 19 Uhr fran­zö­si­sche und deut­sche Chan­sons in allen Facetten prä­sen­tieren werden. Zum Aus­klang des Holzwickeder Som­mers wird es dann rockiger mit „Vit­amin D“ (ab 21.15 Uhr).

Josef-Reding-Schule beteiligt sich mit historischem Lager

Obbo Wankenobo zeigt den Teilnehmern, wie in der Steinzeit Feuer geschlagen wurde. (Foto: privat)

Obbo Wan­kenobo zeigt den Teil­neh­mern, wie in der Stein­zeit Feuer geschlagen wurde. (Foto: privat)

Im Rahmen des zwei­tä­gigen Holzwickeder Som­mers findet auch ein drei­tä­giges histo­ri­sches Lager im Emscher­park mit Unter­stüt­zung der Josef-Reding-Schule statt. Hin­ter­grund: Der För­der­verein der Haupt­schule möchte mit dem Pro­jekt „Histo­ri­sche Lager zu Holzwickede 2017“ den Grund­stein für eine Art „Geschichts­un­ter­richt zum Anfassen“ legen. Ziel ist der Ausbau eines regu­lären AG-Ange­botes an der Haupt­schule, in dessen Rahmen sich die Schüler mit ver­schie­denen Berei­chen mit­tel­al­ter­li­cher Bege­ben­heiten beschäf­tigen. Für alle Bereiche werden ent­spre­chend kom­pe­tente Refe­renten ver­pflichtet und zum Abschluss des Schul­jahres werden die Schüler ihre Werke und das erlernte Wissen auf dem „Histo­ri­schen Lager zu Holzwickede“ prä­sen­tieren.

Dazu sollen die Jugend­li­chen nach Mög­lich­keit selbst ange­fer­tigte Klei­dungs­stücke tragen, in der Lager­küche Gerichte der umge­setzten Zeit über offenem Feuer zube­reiten, wäh­rend des Ver­an­stal­tungs­zeit­raumes mit den Dar­stel­lern vor Ort lagern und einen leben­digen Ein­druck des Erlernten ver­in­ner­li­chen können. Die ange­strebte AG der Haupt­schule stellt sich mit ihrem Bei­trag „Histo­ri­sche Lager zu Holzwickede 2017“ zum Mit­tel­al­ter­markt beim zum Holzwickeder Sommer erst­mals öffent­lich vor.

Unter dem Motto „Auf ins Mit­tel­alter“ lädt der För­der­verein der Josef-Reding-Schule zum Besuch des histo­ri­schen Lagers . Für gela­dene Gäste gibt es zwei geführte Exkur­sionen durch die histo­ri­schen Epo­chen ein: Die beiden Ter­mine sind Samstag (26. August) um 17 Uhr sowie Sonntag (27. August) um 12 Uhr vor­ge­sehen.

Wäh­rend dieser Exkur­sionen starten die Teil­nehmer in der Stein­zeit, wo sie auf Obbo Wan­kenobo treffen, der mit ihnen das Feu­er­schlagen üben wird. Ist diese Übung geglückt, wollen sich die Teil­nehmer umsehen, wo sie sess­haft werden können. Bei Scotel­ingo, den alten Sachsen um 700 n. Chr., darf sich jeder an der Hand­mühle erproben. Mit sol­chen Mühlen wurde früher Mehl gemahlen, dass zum Brot backen benö­tigt wird.

"Fjalar, der rote Hahn" alias Rosanna Mühl wird im historischen Lager Erzählungen und Geschichten auf authentische Weise präsentieren. (Foto: privat)

Fjalar, der rote Hahn“ alias Rosanna Mühl wird im histo­ri­schen Lager Erzäh­lungen und Geschichten auf authen­ti­sche Weise prä­sen­tieren. (Foto: privat)

Doch außer Nah­rung benö­tigt der Mensch auch Klei­dung, die von unschätz­barem Wert sein kann. Anders als in der Stein­zeit war Klei­dung im Mit­tel­alter nicht mehr nur zweck­mäßig, was ein Besuch bei den Garn­ver­bern des 14. Jahr­hun­derts und ein Blick in ihre Töpfe zeigen wird. Bei den Garn­ver­bern dürfen die Besu­cher, wenn sie es wollen, auch selbst ein­fache Web­ar­beiten aus­führen.

Men­schen haben sich schon immer bekriegt: Des­halb kann es nütz­lich sein, einen rudi­men­tären Ein­blick in die Schwert­kampf­kunst zu erhalten. Dazu stehen die Schwerter der Söldner zur Ver­fü­gung, die auch von den Besu­chern aus­pro­biert werden dürfen. Ob sie für den Schwert­kampf geeignet sind, werden die Teil­nehmer aller­dings zuvor bei Ars West­fa­lica an den Pois unter Beweis stellen müssen.

Am Ende der Exkur­sion erwartet die Teil­nehmer schließ­lich eine def­tige Kes­sel­mahl­zeit im Lager Cognatio Aperte.

  • Termin: Freitag (25. August), 17 Uhr sowie Samstag/​Sonntag (26./27. August), ab 12 Uhr, Markt­platz und Emscher­park
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